Lebensdaten
1813 bis 1897
Geburtsort
Berlin
Sterbeort
Berlin
Beruf/Funktion
Verleger ; Gründer des Verlags A. Duncker
Konfession
evangelischer Vater
Normdaten
GND: 11625159X | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Duncker, Alexander Friedrich Wilhelm
  • Duncker, Alexander
  • Duncker, Alexander Friedrich Wilhelm
  • mehr

Verknüpfungen

Von der Person ausgehende Verknüpfungen

Personen in der GND - familiäre Beziehungen

Verknüpfungen auf die Person andernorts

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Duncker, Alexander, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd11625159X.html [22.10.2019].

CC0

  • Leben

    Duncker: Alexander Friedrich Wilhelm D., geboren am 18. Februar 1813, am 23. August 1897, Sohn des Commerzienraths und Verlagsbuchhändlers Karl D. in Berlin, trat als Lehrling in die Buchhandlung des Vaters ein — dessen verdienstvoller Compagnon Peter Humblot inzwischen verstorben war —, arbeitete darauf mehrere Jahre in der damals (1832) im größten Flor und Ansehen stehenden Perthes & Besser'schen Buchhandlung in Hamburg und gründete, nachdem er noch einige Zeit im väterlichen Geschäft thätig gewesen war, 1837 eine Firma unter seinem eigenen Namen. Als Grundlage diente derselben das von Duncker & Humblot übernommene Sortiment, dem sich bald eine große Anzahl von Verlagsunternehmungen zugesellte. Unter vielen seiner Autoren seien hier nur genannt: Geibel, Thekla v. Gumpert, Gräfin Hahn-Hahn, Heyse, Holtei, Jähns, Jensen, Kopisch, Fanny Lewald, Mügge, Marie Petersen, Elise Polko, Gustav zu Putlitz, Fürst Pückler, Reumont, Scherenberg, Sternberg, Graf Stillfried, Storm, v. Uechtritz, Graf Waldersee, wobei ihm das Verdienst gebührt, später so berühmt gewordene Dichter wie Geibel, Jensen, Marie Petersen, Putlitz, Storm und andere zuerst in die Litteratur eingeführt zu haben. Neben diesen Werken gingen umfangreiche Unternehmungen, wie die aus fast 1000 Ansichten bestehende Sammlung von Schlössern und Rittersitzen der preußischen Monarchie und die aus 28 großen Kupferstichen bestehende Wiedergabe der berühmten Wandgemälde Wilhelm|v. Kaulbach's, aus seinem Verlage hervor. Am 1. Januar 1860 wurde das Duncker'sche Sortimentsgeschäft, das einen nicht unbedeutenden Aufschwung genommen hatte, an Wilhelm Lobeck verkauft, und am 1. Januar 1870 ging der größte Theil des Buchverlages käuflich an die Gebrüder Paetel über. Die Thätigkeit Duncker's neigte sich nunmehr der Herausgabe von Kunst- und Prachtwerken in erhöhtem Maaße zu, ohne sich dem Verlag hervorragender litterarischer Werke zu entfremden, wie dies die Herausgabe der auf mindestens 30 Bände berechneten Politischen Correspondenz Friedrich's des Großen, der Schriften Carmen Sylva's und anderes bezeugt. Schon 1841 war Alexander D. das Prädicat eines Königlichen Hofbuchhändlers verliehen worden, ebenso im Laufe der Zeit eine Anzahl hoher Ordensdecorationen. Seine Vorliebe für den Soldatenstand und sein Ausharren im Dienst bis in ein vorgerücktes Lebensalter haben ihm die seltene Auszeichnung eines wirklichen Majors der Landwehr-Cavallerie zu Theil werden lassen. Als Landwehrofficier nahm er Theil an den Feldzügen von 1864, 1866 und 1870—71. Nicht unbemerkt mag bleiben, daß sich D. eines ungewöhnlich großen Vertrauens des verstorbenen Kaiser Wilhelm's erfreute. Auch als Schriftsteller hat sich D. nicht ohne Erfolg versucht, wie seine unter dem Titel: „Abseits vom Wege“ erschienenen, von Thumann illustrirten Gedichte und ein paar gern gelesene Novellen bezeugen.

  • Autor/in

    Karl Fr. Pfau.
  • Empfohlene Zitierweise

    Pfau, Karl Friedrich, "Duncker, Alexander" in: Allgemeine Deutsche Biographie 48 (1904), S. 168-169 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd11625159X.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA