Lebensdaten
1692 bis 1748
Geburtsort
Rostock
Sterbeort
Danzig
Beruf/Funktion
Theologe
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 104300531 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Sibeth, Karl Joachim
  • Sibeth, Carl Joachim
  • Sibeth, Carol. Joach.
  • mehr

Quellen(nachweise)

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Sibeth, Karl Joachim, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd104300531.html [11.07.2020].

CC0

  • Leben

    Sibeth: Karl Joachim S., Theologe, am 4. October 1692 zu Marlow (Großherzogthum Mecklenburg) geboren, besuchte, 12 Jahre alt, das Rostocker Gymnasium, studirte alsdann in Rostock und in Leipzig, war, nachdem er einige Jahre an der Rostocker Universität Vorlesungen gehalten hatte, Rector in Güstrow, und seit 1725 Pastor an der Marienkirche in Stralsund und Mitglied des dortigen Consistoriums. In dieser Zeit (1734) kam Graf Zinzendorf, unter dem Namen eines Candidaten Freideck, um sich im Predigen zu üben, nach Stralsund, und wurde zu diesem Zweck von S. und dem Superintendenten Langemak hinsichtlich seiner Rechtgläubigkeit geprüft. Da beide Geistliche nach einem längeren Colloquium ihm ein ausführliches Zeugniß ausstellten, welches die von dem Begründer der Brüdergemeinde zu Herrnhut vorgetragenen Lehren billigte, so läßt sich daraus schließen, daß S., wenn auch im allgemeinen der Orthodoxie anhängend, dennoch eine vermittelnde versöhnliche Richtung befolgte. Von Stralsund erhielt S. im Jahre 1737 einen Ruf nach Danzig, wo er seit 1. April als Senior des dortigen geistlichen Ministeriums und Pastor an der St. Marienkirche bis zu seinem Tode am 1. November 1748 wirkte. „Er war ein sehr eifriger Lehrer“ heißt es in einem von einem Zeitgenossen verfaßten Abriß seines Lebens. Nach etlichen Verhandlungen im „geistlichen Ministerium“ zu schließen, die S. veranlaßt hatte, scheint er gegen das aus dem Pietismus hervorgegangene Conventikelwesen besonders thätig gewesen zu sein. Seine theils die Exegese des neuen Testaments, theils die Lehre von der Rechtfertigung betreffenden lateinischen Schriften sind in Jöcher's Gelehrten-Lexikon aufgezählt.

    • Literatur

      Moser, Lexikon lebender Gottesgelehrten. — Kosegarten, Geschichte der Univ. Gr. I, 286. — J. v. Bohlen, Gesch. des Geschlechts Krassow, I, 113, wo er „Karl Jakob Sibeth“ genannt ist. —
      Jöcher, Gelehrten-Lexikon. — Kataloge der Stralsunder und Greifswalder Bibliothek.

  • Autor/in

    Pyl.
  • Empfohlene Zitierweise

    Pyl, Theodor, "Sibeth, Karl Joachim" in: Allgemeine Deutsche Biographie 34 (1892), S. 136 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd104300531.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA