• Leben

    Schütze: Johann Friedrich S., geb. am 1. April 1758 in Altona, Sohn des Professors Gottfried S., besuchte das Hamburger Gymnasium und studirte dann von 1780 auf der Universität in Leipzig Jura. 1781 in Kiel. Von 1783 bis 1791 privatisirte er in Hamburg und ward 1793 Kanzleisecretär beim Lotto in Altona, 1797 Generaladministrator desselben, am 15. October 1810. Zunächst machte er sich als Dichter bekannt: „Claudian, Raub der Proserpina". Gedicht in 3 Büchern, 1789. „Eimsbüttel oder die Johannisnacht". Komische Oper in 3 Aufz., 1791. Romane: „Die Sitten unsrer Zeit", 1802. „Humoristische Novellen", 1804, 2. Aufl. 1810. „Ehestandsgesuche. Ein komischer Roman", 1806. Auch schrieb er „Hamb. Theatergeschichte“, 1794, noch immer werthvoll. Zugleich beschäftigte er sich mit Sprachstudien. Als Frucht derselben erschien und ist noch immer von Bedeutung: „Holsteinisches Idiotikon. Ein Beitrag zur Volkssittengeschichte oder: Sammlung plattdeutscher alter und neugebildeter Wörter, Wortformen etc.“, 1800—1806. 4 Bde.

    • Literatur

      K. Goedeke, Grundriß II, 1087. — Brümmer, Dichterlex. II, 339. —
      Kordes, S.-H. Schriftstellerlex. 307. —
      Lübker-Schröder, II, 550. —
      Alberti. II, 369. — Hamburger Schriftstellerlexikon, VI, 75.

  • Autor/in

    Carstens.
  • Empfohlene Zitierweise

    Carstens, Carsten Erich, "Schütze, Johann Friedrich" in: Allgemeine Deutsche Biographie 33 (1891), S. 145-146 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd104158735.html#adbcontent

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