Lebensdaten
1793 – 1862
Sterbeort
Hamburg
Beruf/Funktion
schleswig-holsteinischer Topograph ; Soldat ; Topograf ; Oberst
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 10409494X | OGND | VIAF: 2751149296232480670001
Namensvarianten
  • Schröder, Johannes von
  • Schröder, Johannes von
  • Schröder, J. v., Capitain
  • mehr

Quellen(nachweise)

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Schröder, Johannes von, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd10409494X.html [17.08.2022].

CC0

  • Biographie

    Schröder: Johannes v. S. Er war geboren am 13. Mai 1793 zu Prästoe auf der dänischen Insel Seeland, die Eltern lebten indeß nachher in Kiel und war er seit 1808 Cadett auf der Militärschule in Rendsburg, 1810 Secondlieutenant im Schleswig’schen Infanterieregiment. 1813 ward dies Regiment zu dem Hülfscorps beordert, welches Dänemark zur Verfügung Napoleon's stellte, und S. fungirte als Adjutant beim Generalcommando der 4. Armeedivision unter General v. Kardorf. 1814 avancirte er zum Premierlieutenant. Das Regiment lag seit 1815 in der Stadt Schleswig und S. hatte also hier seinen Aufenthalt. 1827 ward er Capitän (Hauptmann) und Chef der Jägercompagnie. 1830 commandirte er den Cholera-Cordon nördlich Flensburgs.|1840 Ritter vom Danebrog, 1842, nach Auflösung des Regiments, ward er Major des 15. Bataillons in Rendsburg. 1843 erhielt er die sächsisch-weimarische Verdienstmedaille. Bei der Erhebung der Herzogthümer Schleswig-Holstein 1848 trat er sofort zur provisorischen Regierung über, fungirte eine Zeit lang als Commandant von Flensburg und dann von Altona und avancirte zum Oberstlieutenant. Natürlich wurde er dann 1852 von der Amnestie ausgeschlossen. Er ging nun nach Hamburg und fand hier eine Anstellung als Buchhalter der s-Compagnie. 1856 ward ihm jedoch die Rückkehr in die Herzogthümer gestattet. Er hat davon indeß keinen Gebrauch gemacht, sondern verblieb in seiner Stellung in Hamburg, wo er am 8. Januar 1862 gestorben ist. Er hat sich mit geographischen und historischen Studien sehr viel beschäftigt und bedeutende Beiträge zur speciellen Landeskunde geliefert. 1823 erschien von ihm „Grundriß der Stadt Schleswig mit nächster Umgebung"; 1827 „Geschichte und Beschreibung der Stadt Schleswig"; 1837 „Topographie des Herzogthums Schleswig“, 2. Aufl. Oldenburg 1854. Ins Dänische übersetzt von Chr. Wallersee das. „Topographie des Herzogthums Holstein, des Fürstenthums Lübeck und der freien Städte Hamburg und Lübeck“. Oldenburg 1841, 2 Bde., 2. Aufl., vermehrt durch die Topographie von Lauenburg in Verbindung mit H. Biernatzki. Oldenburg 1855, 2 Bde. Diese Arbeiten sind mit großem Fleiß von ihm beschafft. Ferner „Der Brüggmann’sche Altar in der Domkirche zu Schleswig“ 1855 und „Darstellungen von Schlössern und Herrenhäusern der Herzogthümer Schleswig, Holstein und Lauenburg, vorzugsweise aus dem 15. und 16. Jahrhundert.“ Hamburg 1862. Außerdem lieferte er eine große Reihe historischer Beiträge zu den einheimischen Zeitschriften: Provinzialberichten, Staatsbürger!. Magazin, Zeitschrift der Gesellschaft für Geschichte etc.

    • Literatur

      Erslev, Forfatterlex. III, 109; Supplem. III, 108. — Lübker-Schröder, S.-H. Schriftstellerlex. II, 541 und Alberti II, 364. — Jahrb. f. d. Landeskunde (Kiel) V, 358.

  • Autor/in

    Carstens.
  • Zitierweise

    Carstens, Carsten Erich, "Schröder, Johannes von" in: Allgemeine Deutsche Biographie 32 (1891), S. 519-520 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd10409494X.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA