• Leben

    Myllius: Martin M. oder Müller, Chorherr im Wengenkloster in Ulm, reiste im J. 1511 mit seinem Freunde Augustin Mayer (Marius, 1543 als Weihbischof in Würzburg) nach Wien und blieb auch daselbst, als er 1515 von seinem Prälaten nach Ulm zurückgerufen wurde. Er soll später Präpositus in Strettenthal gewesen sein und starb 1521. — M. hat deutsche geistliche Lieder gedichtet, von denen 26 unter dem Titel: „Passio Christi“ im J. 1517 von Johann Haselberg aus Reichenau gedruckt sind. Es sind Bearbeitungen alter lateinischer Hymnen und eigne Lieder, sämmtlich nach bekannten Melodien von Hymnen zu singen. Weitere Verbreitung scheinen sie nicht gefunden zu haben.

    • Literatur

      Schelhorn, Ergötzlichkeiten I, S. 55 ff. — Weyermann, Neue Nachrichten von Gelehrten u. s. f., Ulm 1829, S. 334. —
      Hoffmann von Fallersleben, Das deutsche Kirchenlied u. s. f., 2. Ausg., S. 482 ff. — Wackernagel, Bibliographie S. 34; Das deutsche Kirchenlied II, S. 1103 ff.

  • Autor/in

    l. u.
  • Empfohlene Zitierweise

    l. u., "Myllius, Martin" in: Allgemeine Deutsche Biographie 23 (1886), S. 145 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd10081851X.html#adbcontent

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