Lebensdaten
erwähnt um 1590 , gestorben um 1648
Beruf/Funktion
Dramatiker ; Arzt ; Schriftsteller ; Dramaturg
Konfession
keine Angabe
Normdaten
GND: 100445217 | OGND | VIAF: 37261702
Namensvarianten
  • Coster, Samuel
  • C., S.A.
  • Coster, S.
  • mehr

Objekt/Werk(nachweise)

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Coster, Samuel, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd100445217.html [01.08.2021].

CC0

  • Leben

    Coster: Samuel C., hat auf die holländische Bühne als Dichter und als Unternehmer großen Einfluß geübt. Er lebte zu Amsterdam als Arzt. Sein Geburts- und sein Sterbejahr sind unbekannt, um 1640 sagt Vondel, daß C. seit 50 Jahren dem Krankenhause treu gedient; und noch 1648 erscheint er neben andern als Festordner bei der Feier des westfälischen Friedens. Auch 1618 beim Einzug des Prinzen Moritz von Oranien und 1621 bei der Begrüßung König Friedrichs von Böhmen war er in gleicher Weise thätig. Seine|Dramen fallen jedoch zwischen 1612 und 1619: die ersten wurden in der Alten' (Rederyker-) Kammer aufgeführt, seit 1617 in der Duytsche oder Nederduytsche Akademie, einem Theater, das C. erbaut und dessen Gewinn er großentheils dem Waisenhaus zugewendet hatte. So schützte er sich gegen die Angriffe der Theologen, deren Herrschsucht er überall heftig bekämpfte. Unter seinen Stücken finden sich Possen, ein Sinnenspel in der Rederykermanier, ein romantisches Drama in Brederoo's Art, später auch Bearbeitungen classischer Stoffe, wobei das Tragische hauptsächlich in der Vorführung der schrecklichsten Gräuel gesucht ist. Auf die „Boereklucht van Teeuvis de Boeren men Jiffer van Grevelinckhuysen“ (1612) folgten „Spel van Tysken van der Schilden" 1613, „Spel van de Rycke-Man" 1615, „Itys, Treurspel" 1615, „Boertighe Clucht ofte een Tafelspel van twee Personagien, te weten een Quacksalver met zyn knecht" 1615, „Iphigenia“ 1617, „Isabella, Treurspel“ 1619 (aber schon 1618 auf dem Schloß zu Muiden vor Moritz von Oranien aufgeführt), „Polyxena, Treurspel“ 1619.

    • Literatur

      Vgl. Catal. van de bibl. der Maatschappy van nederl. Letterkunde te Leiden. 1 b. 76 sq.

  • Autor/in

    Martin.
  • Empfohlene Zitierweise

    Martin, "Coster, Samuel" in: Allgemeine Deutsche Biographie 4 (1876), S. 516-517 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd100445217.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA