Lebensdaten
1767 bis 1854
Geburtsort
Wien
Sterbeort
Wien
Beruf/Funktion
österreichischer Diplomat
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 143146378 | OGND | VIAF: 160628686
Namensvarianten
  • Dietrichstein, Franz Joseph Johann Nepomuk Fürst von
  • Dietrichstein, Franz Fürst von
  • Dietrichstein, Franz Joseph Johann Nepomuk Fürst von
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Objekt/Werk(nachweise)

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Zitierweise

Dietrichstein, Franz Fürst von, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd143146378.html [28.09.2020].

CC0

  • Genealogie

    V Joh. Carl Fst. (1728-1808), k. k. GR, im 7-jährigen Krieg Gesandter am dänischen Hof, Vertrauter Kaiser Josephs II. (s. ADB V), S des Karl Maximilian (1702–1784), GR, u. der Maria Anna Gfn. Khevenhüller, Schw des Joh. Jos. Fst. Khevenhüller (1706–76), Obersthofmeister der Kaiserin Maria Theresia;
    M Maria Christine (1738–88), T des Jos. Anton Gf. v. Thun u. Hohenstein u. der Maria Christine Gfn. v. Hohenzollern-Hechingen;
    B Moritz s. (4), Joh. Karl (1772–1852), 1804 Chef der Landesregierung v. Mähren-Schlesien;
    St. Petersburg 1797 Alexandra (1775–1847), T des Andrej Petrowitsch Gf. Schuwalow (1744–89), russischer WGR, Dir. der Wechselbank, u. der Kath., T des russischen FM Peter Gf. Saltykow (1700–72);
    1 S;
    E Clothilde (⚭ Eduard Gf. v. Clam-Gallas [ 1891], s. NDB III).

  • Leben

    D. war der unbedingte Parteigänger Thuguts. Als Oberst der Genietruppen im Hauptquartier der Verbündeten berichtete er im Reichskrieg gegen Frankreich 1792-96 dem Minister am zuverlässigsten über den Geist und den Zustand der Armee. Er wurde auch zu diplomatischen Missionen innerhalb der Verbündeten herangezogen. 1795/96 bemühte er sich um das Zustandekommen einer Reichsverteidigung. 1797 wurde er Sondergesandter bei Zar Paul I. Durch seine Heirat gewann er bald am russischen Hof großen Einfluß und wurde einer der wenigen persönlichen Freunde des Zaren, dessen Eingreifen für Österreich 1798 weitgehend D.s Verdienst war, wenn er auch die Sonderabmachungen zwischen Rußland und England nicht verhindern konnte. 1799 ging er nach dem Tode des österreichischen Gesandten Fürst Reuß nach Berlin, um dort den Beitritt Preußens zur Koalition zu erwirken, was ihm jedoch nicht gelang. Nach dem Sturz Thuguts wurde D. das Außenministerium angetragen, das er jedoch ausschlug. Er nahm seinen Abschied und lebte seinen künstlerischen und wissenschaftlichen Interessen. D. war einer der ganz großen Wohltäter der Armen Wiens. 1816-25 gehörte er bei der inneren Neuordnung zu den engsten Beratern Metternichs.

  • Literatur

    A. v. Vivenot, Thugut, Clairfayt u. Wurmser, Wien 1869;
    ders. u. H. v. Zeißberg, Qu. z. Gesch. d. Dt. Kaiserpol. Österr.s während d. franz. Rev.-kriege V, ebd. 1890;
    A. Ernstberger, Österreich-Preußen v. Basel bis Campoformio 1795-97, Prag 1932;
    J. v. Hammer-Purgstall, Erinnerungen aus meinem Leben 1774-1852, 1940.

  • Autor/in

    Karl Otmar Freiherr von Aretin
  • Empfohlene Zitierweise

    Aretin, Karl Otmar Freiherr von, "Dietrichstein, Franz Fürst von" in: Neue Deutsche Biographie 3 (1957), S. 701-702 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd143146378.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA