Lebensdaten
1788 bis 1833
Geburtsort
Ljubljana
Sterbeort
Koper
Beruf/Funktion
Dichter ; Topograph
Konfession
katholisch?
Normdaten
GND: 138578699 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Suppantschitsch, Johann Anton
  • Supanzhizh, Janez Anton
  • Supanzhizh, Johann Anton
  • mehr

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Suppantschitsch, Johann Anton, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd138578699.html [19.08.2019].

CC0

  • Leben

    Suppantschitsch: Johann Anton S., deutsch-österreichischer Dichter und topographischer Schriftsteller, wurde am 22. Mai 1788 zu Laibach geboren, woselbst er seine erste Erziehung und Ausbildung genoß, später Theologie studirte und nachdem er diese Studien aufgegeben, sich insbesondere mit philosophischen und historischen Studien beschäftigte. S., welcher zuerst eine Hofmeisterstelle in einem angesehenen Hause bekleidete, wurde später Supplent am Gymnasium zu Laibach für historische Fächer und in der Folge 1817 Lehrer der Geschichte und Geographie am Gymnasium zu Cilli in Untersteiermark. 1819 erhielt er eine Professur am Gymnasium in Marburg a. D., woselbst ihm jedoch die Verhältnisse nicht gefielen, sodaß er im J. 1831 mit dem Professor R. G. Puff in Capodistria einen von der Regierung genehmigten Tausch einging und dahin übersiedelte. Das ungewohnte Klima und die geänderte Lebensweise übten jedoch auf S. einen nachtheiligen Einfluß aus, er wurde immer leidender und erlag seinen Leiden in Capodistria am 24. Juli 1833. — S. hatte seine topographischen, historischen und archäologischen Aufsätze großentheils in verschiedenen zumeist österreichischen Zeitschriften veröffentlicht, Gegenstand dieser Aufsätze sind vorwiegend Stoffe aus der Geschichte der Landeskunde oder Heimath ihres Verfassers. Im J. 1818 veröffentlichte er eine Darstellung: „Ausflug von Cilli nach Lichtenwald“ (Cilli 1818), welches unter anderen auch werthvolle historische Notizen über die geschilderten Gegenden enthält. Eine dramatisirte Erzählung: „Der Türkensturm auf Marburg“ zeigte auch eine gewisse dramatische Gewandtheit, insbesondere aber weisen verschiedene epische Gedichte und Balladen, welche S. in Journalen veröffentlicht hatte, auf ein bemerkenswerthes Talent in dieser Dichtform, viele dieser Gedichte behandeln Begebenheiten der steiermärkischen Geschichte. Manche ungedruckte Arbeiten sollen im Nachlasse Suppantschitsch's vorhanden gewesen sein, doch fehlt eine nähere Auskunft über diesen Nachlaß selbst.

    • Literatur

      Carinthia (Klagenfurter Wochenblatt) f. 1835, Nr. 7. — R. G. Puff, Frühlingsgruß, Graz 1841. —
      Wurzbach, Biogr. Lex. d. Kaiserth. Oesterr., Thl. 40. — Schlossar, 100 Jahre deutscher Dichtung in Steiermark 1785 bis 1885, Wien 1893.

  • Autor/in

    A. Schlossar.
  • Empfohlene Zitierweise

    Schlossar, Anton, "Suppantschitsch, Johann Anton" in: Allgemeine Deutsche Biographie 37 (1894), S. 164 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd138578699.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA