Lebensdaten
1719 - 1801
Geburtsort
Trub
Sterbeort
Bern
Beruf/Funktion
reformierter Theologe ; Professor in Bern
Konfession
reformiert
Normdaten
GND: 138500290 | OGND | VIAF: 90032542
Namensvarianten
  • Stapfer, Johannes
  • Stapfer, Johann
  • Stapffer, J.

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Zitierweise

Stapfer, Johannes, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd138500290.html [15.05.2021].

CC0

  • Leben

    Stapfer: Johannes St., reformirter Theologe, geboren 1719, 1801, Bruder von Joh. Friedr. St. (s. d.). — St. ist ein Glied der bekannten Berner Theologenfamilie Stapfer, wirkte als Professor der polemischen Theologie in Bern seit 1756; 1774 erster Professor der Theologie daselbst; resignirte wegen Altersschwäche 1796 und lebte von da an zurückgezogen bis an seinen Tod 1801. Er hat sich besonders durch eine „Neue metrische Uebersetzung der Psalmen, nach der alten Melodie zum Gebrauche der Kirchen“, verdient gemacht. Dieselbe wurde in der Berner Kirche, wo man sich bis dahin der Lobwasser'schen Bearbeitung der Psalmen bedient hatte, in Gebrauch genommen. Der Schweizer Güder schreibt darüber: „Bedenkt man, daß J. Stapfer rücksichtlich des Versmaßes an die Goudimel'schen Melodien nach Sulzberger'scher Bearbeitung gebunden war, so wird man seiner Arbeit die Anerkennung nicht versagen können, die ihr zu theil geworden ist. Partienweise nicht ohne dichterischen Schwung, gemeinverständlich, verhältnißmäßig sprachrein, hält sie den Vergleich mit derjenigen von Spreng (1741), Wildermatt (1747) und J. A. Cramer sehr wohl aus.“ Gedruckt liegen|außerdem von ihm vor: „Predigten“ (5 Thle., Bern 1761—1776, 8°); „Neue Predigten“ (6 Thle., ebendas. 1776—1781, gr. 8°); „Theologia analytica“ (T. I, ibid. 1763, 4°); „Anweisung für die akademische Jugend“ (ebendas. 1768, 8°); „Neues Gebetbuch“ (ebendas. 1768, 8°); „Psalmen und Festlieder für den öffentlichen Gottesdienst der Stadt und Landschaft Bern“ (1776). Seine Predigten „zeichnen sich durch Einfachheit, Durchsichtigkeit und Wärme aus“. —

    • Literatur

      Ueber St. handelt Leu, Helvetisches Lexikon, Supplement 5. Bd. (1791) S. 605. — Meusel, Lexikon der vom Jahr 1750 bis 1800 verstorbenen teutschen Schriftsteller, XIII. Bd. (1813) S. 286. — Güder in Herzog-Plitt-Hauck, Realencyklopädie für prot. Theol. und Kirche, XIV. Bd. (1884) S. 606.

  • Autor/in

    P. Tschackert.
  • Empfohlene Zitierweise

    Tschackert, Paul, "Stapfer, Johannes" in: Allgemeine Deutsche Biographie 35 (1893), S. 450-451 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd138500290.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA