Lebensdaten
erwähnt 1185, gestorben um 1235
Beruf/Funktion
Graf von Arnsberg
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 136052878 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Gottfried II.
  • Arnsberg, Gottfried von

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Zitierweise

Gottfried II., Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd136052878.html [17.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Heinrich ( 1200 als Mönch), S d. Gf. Gottfried I. v. Arnsberg (s. NDB VI);
    M N. N.;
    B Heinrich Gf. v. Rietberg ( 1217), Stammvater d. Grafen v. Rietberg;
    1) Elisabeth N. N., 2) Agnes v. Rüdenberg, T d. Burggf. Hermann v. Stromberg;
    K, u. a. Gottfried III. ( 1281, s. NDB VI).

  • Leben

    G. trat zu Lebzeiten seines Vaters 1185 die Regierung an und erfocht im gleichen Jahr einen Sieg über Engelbert von Berg und 4 weitere ungenannte Grafen. Seine Politik ist durch einige Versuche gekennzeichnet, gegenüber dem Erzstift Köln, das um 1164 die Lehnshoheit über den arnsbergischen Allodialbesitz erworben hatte und das seit dem Sturz Heinrichs des Löwen die vorherrschende Macht im südlichen Westfalen war, eine unabhängigere Stellung zu gewinnen. In dem Thronstreit zwischen Staufern und Welfen hat G. zunächst gegen EB Adolf von Köln Stellung bezogen, schloß aber im Herbst 1200 Frieden mit dem Kölner, der ihm dafür die Hälfte der Einkünfte aus der neu angelegten Stadt Rüthen überließ. 1205 machte er die Schwenkung Adolfs auf die Seite Philipps von Schwaben mit. G. nahm 1218 an dem 5. Kreuzzug teil, der sich gegen Ägypten richtete. Seine Beziehungen zu EB Engelbert I. von Köln, der ihn zum Verzicht auf Rechte an der Vogtei des Walburgisklosters in Soest veranlaßte, waren zeitweilig gespannt; Friedrich von Isenberg, der Mörder Engelberts, hat anscheinend auch auf die Unterstützung des Arnsbergers gegen Köln gerechnet. Während der Wirkungszeit Konrads von Marburg soll gegen G. der Vorwurf der Ketzerei erhoben worden sein.

  • Literatur

    s. Gottfried IV.

  • Autor/in

    Erich Wisplinghoff
  • Empfohlene Zitierweise

    Wisplinghoff, Erich, "Gottfried II." in: Neue Deutsche Biographie 6 (1964), S. 660 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd136052878.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA