Lebensdaten
1766 bis 1829
Geburtsort
Elberfeld
Sterbeort
Elberfeld
Beruf/Funktion
Textilfabrikant
Konfession
reformiert
Normdaten
GND: 136001157 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Frowein, Abraham der Ältere
  • Frowein, Abraham
  • Frowein, Abraham der Ältere

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Zitierweise

Frowein, Abraham, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd136001157.html [15.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    Aus altem berg. Geschl.;
    V Kaspar (1731–1813), S d. Kaspar, beide Garnbleicher;
    M Gertrud (1727–79), T d. Bleichers Kaspar Bergmann;
    Ov Abraham (1734–1813), Bandfabr.;
    B Kaspar (1759–1823), Teilhaber v. „Abraham u. Gebr. F.“;
    Elberfeld 1794 Luisa (1770–1833), T d. Adolf Weber (1730–94), Seidenfabr. u. Bgm. in E., u. d. Maria Magd. Cappel, aus Garnhändlerfam. in E.;
    4 S, 7 T, u. a. Louis (1808–82), KR, Teilhaber u. Geschäftsführer v. „Abraham u. Gebr. F.“;
    E August v. F. (preuß. Adel 1910, 1839-1912), ehrenamtl. Beigeordneter in E., Eduard v. F. (preuß. Adel 1913, 1841-1924), preuß. WGR u. Oberverwaltungsger.rat (s. Wi. 1912);
    Ur-E Abraham (1878–1957), Seidenfabr., Ehrenpräs. d. internat. Handelskammer (s. Rhdb., P; Wenzel).

  • Leben

    F. gehört zu den wenigen Elberfelder Kaufleuten, denen es gelang, ihr Unternehmen durch die Wirren der Franzosenzeit und die Schwierigkeiten der Kontinentalsperre ungemindert hindurchzusteuern. 1787 wurde er als 21jähriger von seinem Oheim Abraham, der 1763 in Elberfeld eine Bandfabrik gegründet hatte, zusammen mit seinem Bruder Kaspar als Teilhaber aufgenommen. F. dürfte Schüler der Elberfelder Latina gewesen sein und anschließend die kaufmännische Lehre durchgemacht haben. Während die alten Elberfelder Handelshäuser, die mit ihren Garnen und ihrem Leinenband fast 2 Jahrhunderte hindurch eine Art Monopolstellung in Westeuropa innegehabt hatten, infolge der Drosselung der Ausfuhr nacheinander ihre Tore schließen mußten, die Baumwollfirmen fallierten oder auf das linke Rheinufer auswichen, gelang es Oheim und Neffen, die seit 1787 „Abraham & Gebrüder Frowein“ firmierten, ihre Leinenbandfabrik aufrechtzuerhalten, weil sie von Anfang an vornehmlich das Inlandsgeschäft gepflegt hatten. Als F. durch seine Heirat größeren finanziellen Rückhalt gewonnen hatte, konnte die Firma auch Verluste im Inlandsgeschäft verschmerzen. Um die Jahrhundertwende und im 19. Jahrhundert stand die Firma in der ersten Reihe der Elberfelder Fabrikanten. F. war 1807 als Bürgermeister und nach den Befreiungskriegen im Stadtrat tätig.

  • Literatur

    E. Strutz, 175 J. (Abr. F. jun., Abr. &
    Gebr. F., F. &
    Co. AG), 1938 (P);
    ders., Die Ahnentafeln d. Elberfelder Bgm. u. Stadtrichter v. 1708–1808, 1936;
    Dt.GB 83 (P);
    ADB VIII (auch f. Fam.).

  • Portraits

    Ölgem. v. F. u. s. Frau v. H. Ch. Kolbe, 1816 (im Bes. v. Frau August v. F. geb. Furmans, Bonn), Abb. b. Strutz u. Dt.GB (s. L).

  • Autor/in

    Edmund Strutz
  • Empfohlene Zitierweise

    Strutz, Edmund, "Frowein, Abraham" in: Neue Deutsche Biographie 5 (1961), S. 666 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd136001157.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA