Lebensdaten
1863 bis 1934
Geburtsort
Frankfurt/Main
Sterbeort
Frankfurt/Main
Beruf/Funktion
Bankier
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 135677645 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Hauck, Georg Enoch Otto
  • Hauck, Otto
  • Hauck, Georg Enoch Otto

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Zitierweise

Hauck, Otto, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd135677645.html [17.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Alexander (1838–1916), Bankier, S d. Georg (s. Einl.) u. d. Sophie Gogel;
    M Anna (1839–1925), T d. Enoch Christoph Reiß (1802–85), KR, Kaufm. u. Bankier in F., u. d. Emilie Flersheim, aus Bankiersfam.;
    Frankfurt/M. 1891 Mathilde (1870–1920), T d. Bankiers Albert v. Metzler ( 1918) u. d. Marie Lemmé;
    1 S, 3 T, u. a. Alexander (* 1893), Bankier, dän. Konsul.

  • Leben

    In der Familienfirma Georg Hauck & Sohn herangewachsen und schließlich deren Inhaber, wurde H. als Vertreter der Banken 1915 zum Vizepräsidenten der Industrie- und Handelskammer Frankfurt gewählt, um dann 1921-33 als Präsident an deren Spitze zu stehen. Er hat in den schwierigen Jahren der Inflation, der Wirtschaftskrise und schließlich bis zu seiner Absetzung durch das NS-Regime die Geschicke der Selbstverwaltung von Kaufmannschaft und Unternehmertum im rhein-mainischen Wirtschaftsraum mit Umsicht und Geschick geleitet. Sein Ansehen als anerkannter Bankfachmann weit über Frankfurt hinaus, als Mitglied des Börsenausschusses beim Reichsamt des Innern, ferner im Deutschen Industrie- und Handelstag sowie als Vorstandsmitglied der Deutschen Handelskammer in der Schweiz befähigte ihn zum Vermittler in vielen Situationen. Im Vorstand der Wertpapierbörse Frankfurt a. M. war er von 1900-33 tätig und hat als dessen Vertreter an vielen Schiedsverfahren mitgewirkt. So gelang unter seiner Leitung der organisatorische Zusammenschluß aller Handelskammern des Rhein-Main-Gebietes zu einer einheitlichen Interessenvertretung der privaten Wirtschaft gegenüber allen staatlichen und kommunalen Institutionen. H. gehörte zudem dank seiner persönlichen Geschäftsbeziehungen den Aufsichtsräten der Frankfurter Bank, der Metallgesellschaft, der Frankfurter Hypotheken-Bank und der Allianz & Stuttgarter Verein Versicherungs AG an. Als eifriger Förderer von Kunst und Wissenschaft hat er sich im Kuratorium der Universität Frankfurt erwiesen.

  • Literatur

    zum Gesamtart. Des Landauer Stadtmüllers Joh. Andr. Hauck Nachkommen, 1899;
    A. Dietz, Frankfurter Handelsgesch. IV, 2., 1925, S. 691 f.;
    W. Hofmann, Bilanz e. Jh. Frankfurter Bank 1854-1954, 1954, S. 62 ff.;
    E. Achterberg, Der Bankplatz Frankfurt a. M., 1955, S. 78;
    ders., 1908-58, Weitere 50 J. Industrie- u. Handelskammer Frankfurt a. M., 1960, S. 54 ff.;
    Zum Gedenken an Hans Heinr. H. 1890-1964, hrsg. v. d. Frankfurter Bank, 1964;
    Rhdb.

  • Autor/in

    Franz Lerner
  • Empfohlene Zitierweise

    Lerner, Franz, "Hauck, Otto" in: Neue Deutsche Biographie 8 (1969), S. 78 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd135677645.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA