Lebensdaten
1644 bis 1719
Beruf/Funktion
Schulmann
Konfession
evangelisch?
Normdaten
GND: 131546848 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Wehling, Georg
  • Wehling, George
  • Wehling, Georgius
  • mehr

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Wehling, Georg, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd131546848.html [21.03.2019].

CC0

  • Leben

    Wehling: Georg W., Schulmann des 17. Jahrhunderts. Als der Sohn eines Schusters zu Wilsnack am 24. November 1644 geboren und auf den Schulen zu Havelberg, Magdeburg, Berlin und Brandenburg vorgebildet, bezog er 1665 die Universität Helmstedt, dann die Wittenberger Hochschule und fand 1671 nach einigen Wanderjahren eine Anstellung als Conrector in Landsberg, ward aber schon 1672 als Rector nach Stolp berufen. 1682 übernahm er die Leitung|der Stadtschule zu Stettin und verblieb dort bis zu seinem am 23. März 1719 erfolgten Tode. — Neben einigen ungedruckten Schriften zur Theologie und Logik verfaßte er eine Bearbeitung von Weller's griechischer Grammatik in Tabellenform und verschiedene Schulprogramme. Von seiner wunderlichen Schulkomödie „Irenophilia“, die er am 28. Januar 1687 in lateinischer und am 3.—4. Februar in deutscher Gestalt zu Stettin aufführte, hat sich nur eine ausführliche Inhaltsangabe (Alten Stettin, F. L. Rhete, 2½ Bg., 4°) erhalten. Das dreiactige Stück will die Schädlichkeit des Krieges an dem Beispiele der mit den Athenern verfeindeten Perserkönige Darius und Xerxes zeigen und mischt planlos unter die am persischen Hofe spielenden Staatsverhandlungen modern anmuthende Auftritte aus dem Universitäts- und Soldatenleben. Der Kriegslärm veranlaßt die Studenten, die Hochschule zu verlassen und der Werbetrommel zu folgen oder sich einem wilden, rauflustigen Leben zu ergeben und aller väterlichen Zucht Hohn zu sprechen. Im ganzen spielten 106 Personen mit; den Eingang machte eine mit Instrumentalbegleitung gesungene Arie und ein lebendes Bild (Präsentation).

    • Literatur

      Leporinus, Das Leben der Gelehrten 1719—21, S. 159. 842. — Zedler's Universal-Lexikon 53, 1984 (1747). —
      Gottsched, Nöthiger Vorrath 2, 280 (1765). — Herr Dr. M. Wehrmann in Stettin verweist noch auf G. T. Zachariä, Histor. Nachrichten von der Stadtschule zu Alten-Stettin 1760, S. 53.

  • Autor/in

    J. Bolte.
  • Empfohlene Zitierweise

    Bolte, Johannes, "Wehling, Georg" in: Allgemeine Deutsche Biographie 41 (1896), S. 432-433 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd131546848.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA