Lebensdaten
1876 bis 1939
Geburtsort
Düsseldorf
Sterbeort
Düsseldorf
Beruf/Funktion
Transmissionsfabrikant
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 126418594 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Flender, Alfred Friedrich
  • Flender, Friedrich
  • Flender, Alfred Friedrich

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Zitierweise

Flender, Friedrich, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd126418594.html [19.11.2019].

CC0

  • Genealogie

    Aus alter Kaufm.fam., die lange in d. Eisenverhüttung im Siegerland u. in d. Eisenverarbeitung im berg. Raum tätig war;
    V Herm. Aug. (1840–82), Industrieller, Gründer d. Brückenbau Flender AG in Benrath, die d. damals größten Schwimmdocks z. Aufnahme v. Großschiffen, auch Panzerkreuzern, baute sowie d. Halle d. Hamburger Hauptbahnhofs u. Elbebrücken, S d. Eisenhammerbes. Joh. Frdr. (1789–1857) u. d. Adolphine Schleifenbaum;
    M Aline (1847–1914), T d. Landrentmeisters Kaspar Klein;
    Om Felix Klein ( 1925), Mathematiker;
    1900 Doris (1878–1949), T d. Großkaufm. Otto Stein in D. u. d. Clementine Boisserée;
    2 S, 1 T, u. a. Alfred (* 1901), Nachf. d. V.

  • Leben

    F. wandte sich nicht dem väterlichen Brückenbauunternehmen zu. Als Ergebnis einer Studienreise durch die USA brachte er 1898 das Verfahren nach Deutschland, bei Treibriemenanlagen die bisher in Europa benutzten gußeisernen Schienen durch Holzscheiben zu ersetzen, die bei gleicher Haltbarkeit leichter und billiger waren. Auf der Basis amerikanischer Patente gründete er 1899 in Düsseldorf die erste europäische Firma zur Herstellung solcher Holzriemenscheiben, die bald neben dem heimischen Markt auch andere europäische Länder belieferte, und zwar über ein System eigener Verkaufsniederlassungen. Das Unternehmen dehnte die Produktion schon vor und während des 1. Weltkrieges durch die Übernahme weiterer Firmen in Bocholt auf gußeiserne Transmissionsscheiben und sonstige Teile des Transmissionsbaus, wie Spannrollen und Kupplungen, aus. Das Schwergewicht der Fabrik A. F. F. & Co. verlagerte sich nach 1918 mehr und mehr zu eigenen Entwicklungsarbeiten in der neugeschaffenen technischen Abteilung. Diese machte sich erstmals um 1923 bei der Normung von Transmissionsteilen verdient. Sie entwickelte eine schaltbare Trocken-Reibungskupplung (Almar), die das Zu- und Abschalten von Maschinen und deren Teilen während des Betriebes ermöglichte. 1924 folgte die Eupex-Kupplung, eine elastische, freibewegliche Kupplung zur Verbindung zweier Maschinen, und dann 1927 der Flender-Variator, der als ein die Drehzahl stufenlos regelndes Getriebe bereits den Durchbruch in die Epoche des elektrischen Einzelantriebs brachte. Schließlich wurde 1930, kurz nachdem unter Aufgabe der Düsseldorfer Produktion die Konzentration der Firma in Bocholt stattgefunden hatte, der Blauri-Trieb herausgebracht, der mit Keilriemen und Keilriemenscheibe für die elektrische Kraftleitung das wurde, was in der mechanischen Kraftübertragung bis dahin die allein gebräuchliche Flachriemenscheibe und der Flachriemen gewesen waren. – 1929 wurde F. anläßlich des 100jährigen Bestehens des Kunstvereins der Rheinlande und Westfalens, dessen Vorsitzender er 15 Jahre war, der Dr. rer. pol. honoris causa der Universität Bonn verliehen. – Mitglied des Gemeinderats und des Vorstandes der Industrie- und Handelskammer|Düsseldorf, Vorsitzender des regionalen Arbeitgeberverbandes.

  • Literatur

    A. F. F. u. Co., … 25 J. dt. Arb. …, 1924;
    Flender 1899–1949, 1949 (P);
    J. Wilden, Gründer u. Gestalter, 1951;
    Nekrologe aus d. rhein.-westf. Industriegebiet 1939–51, 1955;
    H. Böttger, Gesch. d. Fam. F., 1957.

  • Autor/in

    Klaus Winkelmann
  • Empfohlene Zitierweise

    Winkelmann, Klaus, "Flender, Friedrich" in: Neue Deutsche Biographie 5 (1961), S. 242 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd126418594.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA