Lebensdaten
erwähnt 1573, gestorben 1630
Beruf/Funktion
Jurist
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 124427561 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Martini, Friedrich
  • Martin, Friedrich
  • Martini, Fridericus
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Verknüpfungen

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Zitierweise

Martini, Friedrich, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd124427561.html [16.10.2019].

CC0

  • Leben

    Martini: Friedrich M., geb. in Hainstadt bei Offenbach, im J. 1630 in Freiburg i. Br., bezog (1565) als Studirender die Universität Ingolstadt und trat dort 1573 unter heftigem Widerstande der Jesuiten als weltlicher Lehrer der Logik auf, wandte sich aber dann zur juristischen Facultät, in welcher er zunächst (1579) das römische Recht vertrat und hierauf seit 1582 als Canonist wirkte. Im J. 1589 folgte er einem Rufe an die Universität Freiburg, in deren Angelegenheiten er einmal (1591) zu Kaiser Rudolph II. nach Prag gesandt wurde; einen Antrag, in das Reichskammergericht als Mitglied einzutreten, lehnte er (1592) ab und verblieb in Freiburg, wo er bis zu seinem Tode in höchster allgemeiner Achtung stand. Seit seinem Eintritte in das juristische Lehramt vergingen nur wenige Jahre, in welchen er nicht irgend eine kleinere Abhandlung veröffentlichte (z. B. „De obligationibus", „De usucapionibus", „De testamentis", „De restitutione in integrum", „De fideicommissis", „De bello et duello“, „Interpretatio Carolinarum“ u. a. m.).

    • Literatur

      Kobolt, Bayr. Gelehrten-Lexicon, S. 433 u. Nachträge S. 198 u. 371; H. Schreiber, Gesch. d. Alb.-Ludw. Univ. zu Freiburg i. Br., Bd. II, S. 367 ff.; M. Gesch. d. Ludw.-Max. Univ., Bd. I, S. 256 f., 315, 335. v. Schulte, 3, 1. 131 f.

  • Autor/in

    Prantl.
  • Empfohlene Zitierweise

    Prantl, Carl von, "Martini, Friedrich" in: Allgemeine Deutsche Biographie 20 (1884), S. 508-509 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd124427561.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA