Lebensdaten
1764 bis 1807
Geburtsort
Göttingen
Sterbeort
Mainz
Beruf/Funktion
Botaniker
Konfession
lutherischer Onkel
Normdaten
GND: 120709724 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Koeler, Georg Ludwig
  • Koeler, Georgius Ludovicus
  • Koelerus, Georgius Ludovicus
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Zitierweise

Koeler, Georg Ludwig, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd120709724.html [26.05.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Joh. Tobias Köhler (1720–68), Prof. d. Gesch. in G. (s. ADB 16), S d. Joh. David Köhler (1684–1755), Prof. d. Gesch. in Altdorf u. G. (s. ADB 16), aus sächs. Pfarrerfam., u. d. Sophie Christine Leonhardt;
    M Maria Scheibner;
    Ov Jakob David (* 1721), Pfarrer (s. ADB 16);
    Om August Gottlieb Richter ( 1812), Prof. d. Chirurgie in G.;
    - 1) 1786 Charlotte (1768–88), 2) 1790 Elisabeth (1773–1832), beide T d. Anton Amelung (1735–98), 1773-89 Pächter d. Spiegelglashütte Grünenplan b. Alfeld, errichtete 1795 d. Spiegelgasfabriken „Katharina u. Lisette“ bei Dorpat (s. Dt.balt. Biogr. Lex. 1710-1960, 1970), u. d. Sophie Margarethe Meyer;
    1 T aus 1) (früh †),|3 S, 6 T aus 2), u. a. Luise Adelheid ( Joh. Jakob Parcus, 1790–1854, hess. Gen.staatsprokurator in Mainz);
    E August Parcus (1819–65), Präs. d. Hess. Ludwigsbahn.

  • Leben

    K. studierte, angeregt durch seinen Onkel, den Chirurgen A. G. Richter, seit 1780 Medizin in Göttingen, wo er auch bei J. F. Blumenbach und J. A. Murray hörte. 1786 wurde er mit der Arbeit „Experimenta circa regenerationem ossium“ bei Richter zum doctor medicinae promoviert. Hierauf praktizierte er als Leibmedikus und Landphysikus des Rheingrafen Carl Ludwig zu (Salm-)Grumbach in Flonheim, seit 1768 in Wörrstadt. K., der seit seiner Studienzeit mit Georg Forster in Mainz befreundet war, konnte dessen politischen Einfluß als „Klubist“ verschiedentlich nutzen, geriet aber dadurch selbst in den Verdacht ähnlicher Gesinnung. 1799 wurde K. als Professor der Historia naturalis an die Universität Mainz berufen und vertrat nach deren Umwandlung in eine Spezialschule für Medizin (1803) sein auf Materia medica und Botanik eingeschränktes Fach weiter. Als er während einer Grippe- und Typhusepidemie im Frühjahr 1807 an Stelle des ausgefallenen Chefarztes P. J. Duhem das Militärhospital in Mainz weiterführte, steckte er sich an und starb. – K. zählt zu den bemerkenswertesten Botanikern seiner Zeit, insbesonders wegen seiner systematischen Erschließung des Pflanzenreiches, vor allem der Gräser, und seiner für diese Zeit beachtlichen Untersuchungen pflanzenphysiologischer Phänomene wie Wachstum, Verzweigung, Knospung und Blüte. Er hatte 1786 mit floristischen Studien im Rheingau begonnen, die er zu einer Flora von Deutschland, Frankreich und der Schweiz ausbauen wollte. Hierbei stand er mit bedeutenden westeuropäischen Botanikern in reger Verbindung, wie mit A. P. de Candolle in Genf, der in seiner Flore française (1805-15) zahlreiche, auf unveröffentlichte Befunde K.s zurückgehende Pflanzenstandorte nennt und von K. auch Herbarmaterial erhielt. Dem Botaniker der Kaiserin Josephine, E. P. Ventenat, widmete er die Gramineengattung Ventenata. Als K. die geplante große Flora weitgehend zusammengestellt hatte, veröffentlichte er als deren schwierigsten – und einzigen – Teil das Kapitel Gräser (Descriptio graminum in Gallia et Germania nascentium …, 1802). Um K.s Verdienste vor allem um die Gramineen zu würdigen, wurde die Gattung Koeleria nach ihm benannt.|

  • Auszeichnungen

    Mitgl. d. Ges. d. Wiss. in Göttingen u. d. Botan. Ges. in Regensburg.

  • Werke

    Weitere W Sur la disposition des espèces du genre Veronica …, in: Recueil des Mémoires et Actes de la Société des Sciences et Arts du Départem. du Mont-Tonnère I, 1804, S. 65-76;
    Lettre à M. Ventenat sur les boutons et ramifications des plantes, la naissance de ces organes et les rapports organiques existant entre le tronc et les branches, 1805;
    Observationes spectantes ad Salsolam arenarium nonnullasque alias species affinas, in: J. J. Roemer, Collectanea ad omnem rem botanicam spectantia, 1809, S. 45-74.

  • Literatur

    C. Nissen u. L. Spilger, in: Mainzer Zs. 31, 1936, S. 60-66 (P);
    Callisen 22;
    Pritzel: BLÄ.

  • Autor/in

    Martin Müllerott
  • Empfohlene Zitierweise

    Müllerott, Martin, "Koeler, Georg Ludwig" in: Neue Deutsche Biographie 12 (1979), S. 316 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd120709724.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA