Lebensdaten
1621 bis 1682
Beruf/Funktion
Kupferstecher
Konfession
keine Angabe
Normdaten
GND: 120105659 | OGND | VIAF: 54421786
Namensvarianten
  • Küsel, Matthaeus (auch)
  • Küssel, Matthaeus (selten)
  • Küsell, Matthaeus
  • mehr

Zitierweise

Küsell, Matthaeus, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd120105659.html [24.11.2020].

CC0

  • Leben

    Küsell: Matthaeus K. (auch Küsel, selten Küssel), Kupferstecher, geb. 1621 zu Augsburg, lernte und arbeitete zuerst in seiner Vaterstadt, dann zu München, später wieder in Augsburg, wo er 1682 als kaiserlicher Hofkupferstecher starb. Seine mit dem Grabstichel ausgeführten Bildnisse sind sehr achtungswerth, es sind manche überaus seine darunter, sie erinnern durchaus an die Manier der gleichzeitigen Franzosen. Auch mit der Nadel arbeitete er geschickt, so zahlreiche Theaterdarstellungen nach Burnaccini.

    Melchior K., Bruder des Vorigen, geb. 1622 zu Augsburg, lernte bei dem älteren Matthäus Merian zu Frankfurt a. M., der ihm seine Tochter zur Frau gab. Nach des Schwiegervaters Ableben im J. 1651 ging K. nach Augsburg zurück und entfaltete hier eine reiche, jedoch etwas handwerkliche Thätigkeit und zwar auf allen Gebieten, die man mit Grabstichel und Aetznadel zu beherrschen Pflegt. Meist radirte er. Nach dem geistreichen Wilhelm Baur hat er viel copirt. Er starb 1683 zu Augsburg.

    Seine Tochter Johanna Sibylla s. bei Johann Ulrich Kraus o. S. 73.

  • Autor/in

    W. Schmidt.
  • Empfohlene Zitierweise

    Schmidt, Wilhelm, "Küsell, Matthaeus" in: Allgemeine Deutsche Biographie 17 (1883), S. 434 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd120105659.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA