Lebensdaten
1774 bis 1846
Geburtsort
Florenz
Sterbeort
Wien
Beruf/Funktion
österreichischer Staatsmann
Konfession
katholisch?
Normdaten
GND: 12008127X | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Goës, Peter Graf von
  • Goëß, Peter Graf von
  • Goës, Peter Graf von
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Quellen(nachweise)

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Zitierweise

Goëß, Peter Graf von, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd12008127X.html [19.08.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Carl (1728–98), k. k. Gen.-Feldwachtmstr. u. Kommandant d. ghzgl. Leibgarde in Florenz, S d. Anton Oswald (s. Einl.) u. d. Maria Anna Gfn. v. Thürheim;
    M Maria Anna (1751–1809), T d. k.k. GR Karl Theodor Gf. Christalnigg u. d. Maria Maximiliane Gfn. v. Goëß;
    Ov Rudolf (1723–96), kaiserl. Gesandter in Schweden;
    ⚭ Isabella (1784–1855), T d. Joseph Gf. v. Thürheim auf Schwertberg usw., u. d. Luise Gfn. v. Trips; Schwägerin Luise Gfn. v. Thürheim (Lulu Thirion, 1788–1864), schrieb „Mein Leben, Erinnerungen aus Österreichs gr. Welt“ (4 Bde., hrsg. v. Ph. v. Blittersdorf, 1913 f.) (s. Kosch, Lit.-Lex.);
    S Anton (1816–87), österr. Offz. u. Politiker, Landeshptm. v. Kärnten (s. ÖBL);
    N Peter ( Maria Gfn. Welser v. Welsersheimb, 1824–96, Oberhofmeisterin d. Kaiserin Elisabeth, s. BJ III, Tl. 1896);
    Groß-N Zeno (1846–1911), Landeshptm. v. Kärnten (s. ÖBL), Leopold (1848–1922), k. k. Statthalter in Triest u. d. Küstenlande 1897-1904.

  • Leben

    G. begann 1795 seine politische Laufbahn beim Kreisamt zu Klagenfurt als Mittler zwischen der französischen Besatzungsmacht und der einheimischen Bevölkerung. Als Hofkommissär und Landespräsident in Dalmatien konnte er in diesem kulturell arg verwahrlosten Lande, welches überdies von einer Hungersnot heimgesucht wurde, administrativ Bedeutendes leisten. Aber auch persönlich brachte er große Opfer für die notleidende Bevölkerung, indem er unter anderem aus eigenen Mitteln die ganze Getreideladung zweier durch Seestürme in den Hafen von Zara geworfenen Schiffe aufkaufte. Der Adel von Zara überreichte ihm anläßlich seiner Abberufung zum Landeshauptmann von Kärnten 1805 eine eigens geprägte goldene Medaille. Mit 33 Jahren wurde G. zum kaiserlichen Geheimen Rat und im Jahre darauf zum Gouverneur in Triest ernannt. Das Jahr 1809 stellte G. als Generalintendant der Armee Erzherzog Johanns vor neue gefahrvolle Aufgaben. Durch Verrat oder falsche Informationen geriet er in Padua in die Hände der Franzosen und entging knapp dem Erschießungstod. Der Leopoldsorden und die Ernennung zum Gouverneur von Galizien waren der Lohn seiner Bemühungen. 1815 ward er Gouverneur der Provinzen des Lombardo-Venezianischen Königreichs diesseits des Mincio mit dem Sitz in Venedig und Strá. Dort bewirtete er unter anderem Lord Byron und verhalf Grillparzer zur Weiterreise nach Rom. 1819 wurde er Hofkanzler des Lombardo-Venezianischen Königreiches in Wien sowie Obersthofmeister des Erzherzogs Franz-Karl, 1825 niederösterreichischer Landmarschall, 1830 Ritter des Goldenen Vließes, 1843 Obersthofmarschall und Erster Obersthofmeister-Stellvertreter. 1825-42 war er Präsident der kaiserlich königlichen Landwirtschaftsgesellschaft, 1825-32 Präsident der Gesellschaft der Musikfreunde in|Wien und seit 1829 Oberkurator der Ersten Österreichen Sparkasse.

  • Literatur

    ADB IX;
    Jos. Schulz, P. Gf. v. G. als Mensch u. Staatsmann, 1853 (P);
    Wurzbach V;
    ÖBL.

  • Portraits

    Lith. v. J. Kriehuber, 1837, Abb. in: Gotha. Genealog. Taschenbuch d. Gfl. Häuser, 1927.

  • Autor/in

    Johann Zeno Graf Goëß
  • Empfohlene Zitierweise

    Goëß, Johann Zeno Graf, "Goëß, Peter Graf von" in: Neue Deutsche Biographie 6 (1964), S. 544 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd12008127X.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA