Lebensdaten
1879 bis 1940
Geburtsort
Oker (Harz)
Sterbeort
Dummerstorf bei Rostock
Beruf/Funktion
Tierzüchter
Konfession
evangelische Familie
Normdaten
GND: 119512270 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Frölich, Georg Gustav Adolf
  • Frölich, Gustav
  • Frölich, Georg Gustav Adolf

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Zitierweise

Frölich, Gustav, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd119512270.html [12.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    Aus urspr. hess. Beamtenfam.;
    V Adolf (1833–88), Bergassessor in O., S d. Ferd. (1797–1863), Ober-Berg- u. Hütteninsp. (S d. Carl Andr., 1770–1828, kurhess. Bergrat, Oberberg- u. Hütteninsp.), u. d. Charlotte Kahler;
    M Charlotte (1840–80), T d. Rittergutspächters Dietr. Christoph Badenhausen u. d. Marie Mirus;
    B Karl s. (2);
    1906 Berta, T d. Rittergutspächters Adolf Funke;
    2 T.

  • Leben

    F. studierte in Braunschweig, Göttingen, Bonn-Poppelsdorf und wieder in Göttingen (1903 Tierzuchtinspektorenprüfung, 1904 Promotion). Als Leiter der Saatgutzuchten der Domäne Friedrichswerth (1905–09) gelang ihm die Züchtung der Friedrichswerther Berg-Wintergerste, die viele Jahre zu den meist angebauten Wintergerstensorten Deutschlands zählte. Während der gleichen Zeit beschäftigte er sich mit großem Erfolg in der bekannten Friedrichswerther Edelschweinzucht, und seitdem ist die Schweinezucht auch sein bevorzugtes Arbeitsgebiet geblieben. Als Generalsekretär des Landwirtschaftlichen Hauptvereins in Göttingen 1909/10 zeichnete er sich als großer Organisator aus. 1910 wurde er als außerordentlicher Professor für Tierzucht und Taxationslehre nach Jena berufen, 1912 nach Göttingen (seit 1915 las er auch in Hannoversch-Münden) und 1915 als Ordinarius für Landwirtschaft und Direktor des Instituts für Tierzucht und Molkereiwesen in Halle. Nachdem er die Leitung des landwirtschaftlichen Gesamtinstituts 1920 aufgeben konnte, konnte er sich vornehmlich seineim Institut und seinen wissenschaftlichen Arbeiten widmen, so der „Wollkunde“ (1929) und den Untersuchungen über den eigenartigen Aufbau des Persianerfelles (Karakulschaf, 1931). Daneben schrieb er ein Lehrbuch der Pferdezucht (1926) und befaßte sich mit Problemen der Tierfütterung. Als Krönung seiner Lebensarbeit sah F. die Aufgabe an, das 1938 neugegründete Kaiser-Wilhelm-Institut für Tierforschung in Dummerstorf bei Rostock aufzubauen und einzurichten. Jedoch starb er noch vor Beendigung dieser Aufgabe.

  • Werke

    Vollst. W-Verz. in: Kühn-Archiv (15. Sonderbd. f. Tierzucht, 1939).

  • Literatur

    H. Löwe, in: FF 1940, S. 411 f.;
    Rhdb. (P).

  • Autor/in

    Werner Wussow
  • Empfohlene Zitierweise

    Wussow, Werner, "Frölich, Gustav" in: Neue Deutsche Biographie 5 (1961), S. 651 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd119512270.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA