Lebensdaten
erwähnt um 1530 , gestorben 1537
Geburtsort
Wittenberg
Sterbeort
Bologna
Beruf/Funktion
Maler ; Zeichner
Konfession
lutherisch
Normdaten
GND: 11867045X | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Cranach, Hans

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Zitierweise

Cranach, Hans, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd11867045X.html [22.11.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Lucas d. Ä. (s. 2);
    B Lucas d. J. (s. 3).

  • Leben

    Als Schüler seines Vaters ist C. in der Wittenberger Werkstatt groß geworden und hat dort eine führende Rolle gespielt. Am 2. Oktober 1534 quittierte er in Leipzig Sold für seinen Vater, 1536/37 war er an Arbeiten für das Torgauer Schloß beteiligt. Nach seinem Tode hielt Luther am 1.12.1537 in Wittenberg die Trostrede an den Vater. Das Trauergedicht des Poeten Johann Stigel ist mehr literarisches Denkmal als urkundliches Zeugnis für C. In 182 lateinischen Distichen wird das Bild einer außerordentlichen fruchtbaren Tätigkeit des Frühverstorbenen entworfen. Doch läßt die summarische Aufzählung der von C. geschaffenen Arbeiten keine direkten Schlüsse auf heute noch vorhandene Arbeiten zu. Das Bildnis eines bärtigen Mannes (H. C. signiert, 1534) ist das früheste Gemälde, das ihm mit Sicherheit zugeschrieben werden kann. Trotz auffälliger Schwächen verrät es, besonders in der Modellierung des Kopfes, ein heranreifendes Künstlertum, das sich allerdings eng an den Stil des Vaters anlehnt. Auch das H. C. signierte Bild „Herkules und Omphale“ (1537 datiert, Schloß Rohoncz) steht völlig in der Tradition der C.-Werke, ohne den klar erkennbaren Ausdruck eigenpersönlicher Leistung. Das Skizzen- und Wanderbuch (Kestnermuseum Hannover) mit der Eintragung „Hans maller von C. 1536“, zeigt, trotz des Mangels an zeichnerischer Erfahrung, den lebhaften Humor und die vom Vater ererbte Beobachtungsgabe. C. hat sicherlich eine größere Anzahl von Arbeiten der C.schule (auch Dekoration und Holzschnitt) - von etwa 1530 ab - geschaffen, doch ist sein persönlicher Anteil an der Gemeinschaftsleistung der Werkstatt stilistisch kaum bestimmbar.

  • Literatur

    E. Flechsig, C.stud. I, 1900 (seine Zuschreibungen an C. heute aufgegeben u. berichtigt).

  • Autor/in

    Theo Ludwig Girshausen
  • Empfohlene Zitierweise

    Girshausen, Theo Ludwig, "Cranach, Hans" in: Neue Deutsche Biographie 3 (1957), S. 394 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd11867045X.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA