Lebensdaten
1648 bis 1699
Geburtsort
Gotha
Sterbeort
Coburg
Beruf/Funktion
Herzog von Sachsen-Coburg
Konfession
lutherisch?,evangelischer Vater
Normdaten
GND: 117760846 | OGND | VIAF: 72179693
Namensvarianten
  • Albrecht
  • Albrecht, Sachsen-Coburg, Herzog
  • Albert, Sachsen-Coburg, Herzog
  • mehr

Verknüpfungen

Verknüpfungen auf die Person andernorts

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Albrecht, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd117760846.html [04.08.2020].

CC0

  • Leben

    Albrecht, Herzog von Sachsen-Coburg, geb. 21. Mai 1648 auf dem Friedenstein zu Gotha, 6. Aug. 1699 zu Coburg, war ein Sohn Herzog Ernsts des Frommen und der Prinzessin Elisabeth Sophia, der einzigen Tochter des Herzogs Johann Philipp von Sachsen-Altenburg. Er erhielt eine sorgfältige Erziehung, bezog im J. 1666 mit seinem Bruder Bernhard die Universität zu Tübingen und setzte mit demselben seine Studien zu Genf fort. Im J. 1670 unternahm er unter dem Namen eines Grafen von Brehna eine Reise nach Holstein, Dänemark und Schweden, deren Hauptzweck war, das sogen. Collegium Hunnianum zur Annahme zu empfehlen (s. Nicolaus Hunnius). Eine zweite Reise unternahm Prinz A. mit seinem Bruder Heinrich nach den Niederlanden (1672); sie führten den Namen der Freiherrn von Frankenstein. Eine dritte Reise (1673—74) ging wieder nach Dänemark und Schweden. Am 18. Juli 1676 vermählte er sich mit Marie Elisabeth, der Wittwe Herzog Adolf Wilhelms zu Sachsen-Eifenach, einer Tochter Herzog Augusts von Braunschweig und Lüneburg. In demselben Jahre wählte er Saalfeld zu seinem Wohnsitze; aber nach der Theilung des Landes mit seinen sechs Brüdern (1680) schlug er seine Residenz in Coburg auf. Gegen Abtretung des bisher innegehabten saalfeldischen Landestheiles, hatte er zu seinem siebenten Theile erhalten: Amt und Stadt Coburg, das Gericht Rodach, Amt und Stadt Neustadt, das Gericht und die Stadt Sonneberg, das Kloster Mönchröden, das Amt Sonnefeld und die Amtsverwaltung Neuhaus. Alle diese Theile waren nach damaligem Werthe zu 16890 Fl. veranschlagt. Nach dem Tode seiner Gemahlin (15. Febr. 1687) vermählte er sich zum zweiten Male mit der Gräfin Susanne Elisabeth von Kempinzky (24. Mai 1688), die Kaiser Leopold I. in den Reichsgrafenstand erhob. Sie starb kinderlos am 2. Dec. 1707.

    Im J. 1689 half Herzog A. die von französischen Truppen besetzte Stadt Mainz und die Hauptfestung Bonn mit erobern, und als sein Bruder, Herzog Friedrich I. von Sachsen-Gotha und Altenburg, 1691 gestorben war, erhielt er als ältester Fürst im sachsen-ernestinischen Hause das Hauptdirectorium und das Senioratsamt Oldisleben. Herzog A. starb ohne Kinder zu hinterlassen.|Ueber die Verheilung seiner Länder entstanden heftige Streitigkeiten zwischen Gotha, Meiningen, Eisenberg, Römhild, Hildburghausen und Saalfeld, die nach dem baldigen Absterben der Herzöge Heinrich zu Römhild und Christian zu Eisenberg unter dem Namen des Coburg-Eisenberg- und Römhildischen Successionsstreites bekannt sind. Die außerordentliche Vorliebe für das Militär und die Ausführung großer Bauten hatten den Herzog in Schulden gestürzt; ein nennenswerthes Verdienst hat er sich durch die Einrichtung der ersten fahrenden Post erworben.

    • Literatur

      S. Johann Gruner's Biographie Herzog Albrechts. 1788.

  • Autor/in

    Beck.
  • Empfohlene Zitierweise

    Beck, August, "Albrecht" in: Allgemeine Deutsche Biographie 1 (1875), S. 318-319 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd117760846.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA