Buhl, Armand
- Lebensdaten
- 1837 – 1896
- Geburtsort
- Ettlingen
- Sterbeort
- Deidesheim
- Beruf/Funktion
- pfälzischer Politiker ; Politiker ; Abgeordneter ; Gutsherr
- Konfession
- evangelisch
- Normdaten
- GND: 117639613 | OGND | VIAF: 20462759
- Namensvarianten
-
- Buhl, Franz Armand
- Buhl, Armand
- Buhl, Franz Armand
Vernetzte Angebote
Verknüpfungen
Personen in der NDB Genealogie
Personen im NDB Artikel
Personen in der GND - familiäre Beziehungen
Orte
Symbole auf der Karte
Geburtsort
Wirkungsort
Sterbeort
Begräbnisort
Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.
-
Buhl, Franz Armand
pfälzischer Politiker, * 2.8.1837 Ettlingen, † 5.3.1896 Deidesheim. (evangelisch)
-
Genealogie
V →Franz s. (2);
B →Eugen Ritter v. (1841–1910), B.s Nachf. als Leiter der Fa., Reichsrat der Krone Bayern, →Heinr. (1848–1907), Teilh. der B.sehen Weingüter, o. Prof. der Rechte in Heidelberg, vermachte sein Heidelberger Anwesen der Univ., die darauf mehrere Institute errichtete;
⚭ Forst (Pfalz) 1865 Julie, Schw des →Wilh. Schellhorn-Wallbillich (1848–1909), Weingutsbesitzer, seit 1903 nat.-liberaler Reichstagsabgeordneter;
S →Franz (1867–1921), als einer der größten Weingutsbesitzer Deutschalnds Hauptbegründer u. langjähriger Präs. des Deutschen Weinbauverbands, 1910 Reichsrat der Krone Bayern; dessen Adoptiv-S Enoch Frhr. v. Guttenberg (1893-1940), Erbe der B.sehen Weingüter, 1928-34 Vorsitzender des Bayerischen Heimat- u. Königsbundes. -
Biographie
B. setzte die politische Laufbahn seines Vaters unmittelbar fort. Er trat 1866, getragen von der patriotischen Bewegung in der Pfalz gegen die befürchteten Kompensationsansprüche →Napoleons III., ins politische Leben. In den ersten Reichstag von 1871 gewählt, blieb er Mitglied des Reichsparlaments bis 1893. B. schloß sich von Anfang an der Nationalliberalen Partei an, auf deren rechtem Flügel er stand. In der Krise der Partei seit dem ende der 70er Jabre nahm er zwischen Schutzzöllnern und Freihändlern eine vermittelnde Stellung ein. 1884 wurde er die treibende Kraft der Erneuerung der Nationalliberalen Partei, die in der Heidelberger Erklärung ihren Ausdruck fand. In den Auseinandersetzungen der 80er Jahre um die Bismarckschen Sozialversicherungsgesetze erscheint B. als der hervorragendste sozialpolitische Fachmann der Partei, in dessen Denken immer noch gewisse patriarchalische Züge hervortreten. - B., der Begründer und Teilhaber größerer wirtschaftlicher Unternehmungen, repräsentiert bereits das großbürgerliche Element im Liberalismus. Der deutsche Weinbau, für den er als Präsident des Deutschen Weinbauvereines die erste wirtschaftspolitische Vertretung schaffen half, verdankt seiner Initiative und Mitwirkung vor allem das 1893 im Reichstag beschlossene Weingesetz. Hier wie in seiner Tätigkeit für den Pfälzischen Landrat gab B. nie das landschaftliche Fundament seiner Politik preis.
-
Literatur
H. Marquardsen, in BJ I, S. 49* -53* s. a. S. 220 (u. B) III, Tl. 1896, L). Zu B Eugen:
BJ XV (Tl. 1910, L); zu B Eugen u. Heinr. u. S Franz:
Unterlagen v. Frdr. v. Bassermann-Jordan, Deidesheim; zu Wilh. Schellhorn-Wallbillich:
BJ XIV (Tl. 1909, L). -
Porträts
Hschn. in: LIZ 106, 1896, S. 665.
-
Autor/in
Theodor Schieder -
Zitierweise
Schieder, Theodor, "Buhl, Franz Armand" in: Neue Deutsche Biographie 3 (1957), S. 10 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd117639613.html#ndbcontent