Lebensdaten
1860 bis 1930
Geburtsort
Magdeburg
Sterbeort
Leipzig
Beruf/Funktion
klassischer Philologe
Konfession
keine Angabe
Normdaten
GND: 117128767 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Ilberg, Johannes
  • Ilberg, Ioannes
  • Ilberg, Karl Theod. Hugo Johannes

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Zitierweise

Ilberg, Johannes, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd117128767.html [23.10.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Hugo (1828–83), Geh. Schulrat, Gymnasialrektor in Dresden (s. ADB 50), S d. Richters Adolf in Crossen u. d. Therese Hasper; M Klara (1830–87), T d. Gerichtsamtmanns Weißwange in Lützen Ov Friedrich v. I. (preuß. Adel 1908, 1858-1916), Gen.-Arzt, Korpsarzt d. Gardekorps, Leibarzt Kaiser Wilhelms II. (s. Wi. 1912);
    B Georg (1862–1942), Prof., Dir. d. Heil- u. Pflegeanstalt Sonnenstein b. Pirna (s. Fischer; Wi. 1928);
    Schw Elisabeth ( Lothar Zechlin, 1860–1935, Mil.-Oberpfarrer, Konsistorialrat, Sup.);
    Vt Konrad v. I. (1894-1963), Dir. d. Kreditanstalt f. Wiederaufbau in Frankfurt/M. (s. Wi. 1963);
    - 1891 Johanna ( 1929), T d. Alphonse Devrient in Wien u. d. Marie Pieau;
    2 S, u. a. Waldemar (* 1901), Prof. d. Experimentalphysik in L.

  • Leben

    Nach dem Schulbesuch in Zwickau, St. Afra (Meißen) und Dresden-Neustadt, wo sein Vater jeweils Gymnasialdirektor war, studierte I. Philologie, Archäologie, Geschichte und Philosophie in Leipzig, Bonn und Berlin. Er promovierte bei O. Ribbeck in Leipzig, aber die entscheidenden Anregungen für seine Dissertation (Studia Pseudippocratea, 1883) und für seine wissenschaftliche Arbeit empfing er in Bonn. H. Usener lenkte ihn zu den Werken der antiken Mediziner, deren Handschriften er auf zahlreichen Bibliotheksreisen erforschte und deren Textgestalt (von seinen Prolegomena zur Hippokratesausgabe H. Kühleweins 1894 an) und Erklärung er vielfach förderte. An dem von H. Diels 1907 begründeten Corpus Medicorum Graecorum wirkte er von Anfang an mit (Soranus-Ausgabe, 1927 auf Grund umfassender Rekonstruktionen; Vorarbeiten zur Ausgabe des Rufus von Ephesos, 1930; grundlegende Untersuchungen zur Hippokratestradition, zu Erotian, Galen, Caelius Aurelianus). Auch seine anderen wissenschaftlichen Arbeiten, z. B. zahlreiche Artikel in Roschers Lexikon der griech. und röm. Mythologie – berühmt vor allem ‚Sphinx' – und Besprechungen in der Berliner Philologischen Wochenschrift, zeichnen sich durch Klarheit und Akribie aus. I.s äußeres Wirkungsfeld war nicht die Universität, sondern wie bei seinem Vater die Schule; an führenden sächs. Gymnasien war er Rektor (1910 Würzen, 1914 Chemnitz, 1916-24 Kgn.-Carola-Gymnasium Leipzig). Zu seinem erzieherischen Wirken gehört auch die Tätigkeit als Herausgeber (1914–29, Mitherausgeber bereits seit 1897) der „Neuen Jahrbücher für das klassische Altertum, Geschichte und deutsche Literatur“ (die als „Ilbergs Jahrbücher“ bekannt wurden) bzw. der „Neuen Jahrbücher für Wissenschaft und Jugendbildung“ (seit 1925); mit maßgebenden Gelehrten der Zeit eng verbunden, führte er hier – wie in seinem Leben – Wissenschaft und Schule zusammen, unermüdlich für die humanistischen Gedanken eintretend und neue Erkenntnisse weiten Kreisen vermittelnd.|

  • Auszeichnungen

    Leibniz-Medaille d. Preuß. Ak., 1910; o. Mitgl. d. Sächs. Ak., 1923, d. Dt. Archäolog. Inst., 1928; Dr. med. h. c. (Leipzig 1927).

  • Literatur

    E. Bethe, in: Berr. üb. d. Verhh. d. Sächs. Ak. d. Wiss. Leipzig, phil.-hist. Kl., 82, 1930, 2. H.;
    G. Ilberg (B), Afran. Ecce, 1930 (P);
    R. Richter, in: Humanist. Gymnasium 41, 1930;
    F. E. Kind, in: Bursian-Jberr. 237, 1932, S. 7-37 (W).

  • Autor/in

    Carl Becker
  • Empfohlene Zitierweise

    Becker, Carl, "Ilberg, Johannes" in: Neue Deutsche Biographie 10 (1974), S. 129 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd117128767.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA