Lebensdaten
1879 bis 1966
Geburtsort
Flamatt/Sense (Kanton Freiburg)
Sterbeort
Zollikofen (Kanton Bern)
Beruf/Funktion
Geograph
Konfession
reformiert
Normdaten
GND: 117071749 | OGND | VIAF

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Zitierweise

Nussbaum, Fritz, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/gnd117071749.html [21.10.2017].

CC0

  • Genealogie

    V Samuel Carl (1853–1907), Müller in Grosshöchstetten (Kt. Bern); M Marie Blaser; 14 Geschw (3 früh †); 1901 Margrit (* um 1878-1966) aus Tägertschi (Kt. Bern), Lehrerin, Prof. (s. L), T d. Bauern Johann Gäumann u. d. Anna Elisabeth Spcher; 3 K.

  • Leben

    N. besuchte 1895-98 das staatl. Lehrerseminar Hofwil und unterrichtete anschließend in Gerzensee und Zollikofen. 1900-04 studierte er an der Lehramtsschule der Univ. Bern, u. a. bei dem Geomorphologen Eduard Brückner (1862–1927). Anschließend legte er die Lehramtsprüfung für die Fächer Geographie, Geologie, Mineralogie und Geschichte ab und wurde 1905 Gymnasiallehrer. 1906 promovierte er mit der Dissertation „Die eiszeitliche Vergletscherung des Saanegebietes“ (Jber. d. Geograph. Ges. v. Bern 20, 1905-06, 1907). Danach war er bis 1909 Assistent bei Max Friederichsen in Bern, bei dem er sich mit der Arbeit „Die Täler der Schweizer Alpen“ habilitierte (Wiss. Mitt. d. Schweiz. Alpinen Mus. 3, 1910). Mit Brückner, Alfred Philippson und Friederichsen arbeitete N. in seiner Studienzeit mit drei der prominentesten Geographen geomorphologischer Richtung der damaligen Zeit. Er entwickelte die Fähigkeit, geomorphologische Sachverhalte und Prozesse zeichnerisch außerordentlich|plastisch darzustellen. 1908 lernte er William Morris Davis kennen, der ihn mit seiner Auffassung von der Zyklizität in der Entwicklung der Oberflächenformen nachhaltig prägte. N. konnte Davis 1908/09 und 1911 auf dessen Exkursionen in Europa begleiten und wurde 1912 von der Amerik. Geographischen Gesellschaft zur Transkontinentalen Exkursion durch Nordamerika eingeladen. Mit seinen Untersuchungen zur Talbildung in den Schweizer Alpen und in den Pyrenäen gehörte N. zu den führenden Geomorphologen der Schweiz. Trotz seiner ausgezeichneten Fachkompetenz blieb N. bis 1944 nur nebenamtlicher Dozent am Geographischen Institut; hauptamtlich unterrichtete er 1914-44 am Lehrerseminar Hofwil-Bern. 1922 wurde er zum nebenamtlichen ao. Professor ernannt. Obschon er seit 1940 Direktor des Geographischen Instituts war, wurde er (wegen knapper Finanzmittel) erst 1944 zum Ordinarius befördert (Emeritierung 1949).

    1923 gründete N. die Zeitschrift „Der Schweizer Geograph“ (heute: „Geographica Helvetica“) und war 1928 Mitbegründer der Sektion für Kartographie und Geographie in der Schweiz. Naturforschenden Gesellschaft (heute: Schweiz. Akademie für Naturwissenschaften).|

  • Auszeichnungen

    Vorstandsmitgl. (seit 1909) u. Präs. (1924–48) d. Geograph. Ges. v. Bern; korr. Mitgl. d. Geograph. Ges. Genf; Ehrenmitgl. d. Geograph. Ges. München, d. Ver. Schweizer. Geographielehrer u. d. Schweizer Geomorpholog. Ges. (1949); Präs. d. Verbandes Schweiz. Geograph. Gesellschaften (bis 1937; heute: Verband Geographie Schweiz).

  • Werke

    Weitere W Einführung in d. Geogr. d. Schweiz, Lehrb. f. schweizer. Volksschulen, 1922; Das Wasser d. Festlandes, in: Hdh. d. Geograph. Wiss., hg. v. F. Klute, Bd. Allg. Geographie, 1. Teil: Physikal. Geographie, 1933, S. 287-355; Die Seen d. Pyrenäen, in: Mitt. d. Naturforschenden Ges. Bern, 1934; Orograph. u. morpholog. Unterss. in d. östl. Pyrenäen, in: Jber. d. Geograph. Ges. v. Bern 35, 1942/43, 36, 1944/45.

  • Literatur

    H. Balmer, in: Verhh. d. Schweizer. Naturforschenden Ges. 1966, S. 247-70 (W- u. L-Verz.); G. Grosjean, 100 J. Geograph. Inst. d. Univ. Bern 1886-1986, 1986-90; HBLS; Neue Schweizer Biogr., 1938 (P); Pogg. VII a. - Zu Margrit Nussbaum-Gäumann: Mitt. aus d. Neuen Mädchenschule, Bern, 105. Jg., Nr. 3, Sept. 1966, S. 102-04.

  • Autor

    Hans-Rudolf Egli
  • Empfohlene Zitierweise

    Egli, Hans-Rudolf, "Nussbaum, Fritz" in: Neue Deutsche Biographie 19 (1999), S. 378 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/gnd117071749.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA

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