Lebensdaten
1901 bis 1965
Geburtsort
Stuttgart
Sterbeort
Lima
Beruf/Funktion
Inka-Forscher
Konfession
jüdisch
Normdaten
GND: 116990414 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Horkheimer, Hans
  • Heimer, Hans Hork-
  • Hork-Heimer, Hans
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Quellen(nachweise)

Orte

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Zitierweise

Horkheimer, Hans, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116990414.html [19.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Richard (1869–1917), KR, Fabr., S d. Feist ( 1907) u. d. Babette ( 1922);
    M Elsa (1878–1921), T d. Jacob Mausbacher ( 1921) in Darmstadt u. d. Lina Schulhof ( 1916);
    Vt Max (1895-1973), Soziologe, Philosoph; - ledig.

  • Leben

    H. studierte in Heidelberg, Berlin, München und Erlangen und promovierte 1923 mit der Dissertation „Der Relativismus in den philosophischen Strömungen der Gegenwart“. Anschließend war er als Kunstkritiker tätig. 1939 wurde er an die Universität Trujillo verpflichtet und wanderte nach Peru aus. Als Lektor für Archäologie und Direktor des Instituts für Anthropologie gelangte er zur Fachliteratur und über diese zu einem gründlichen theoretischen Wissen über peruanist. Altertumskunde. Dabei stellte er ein wertvolles Archiv für Unterlagen, Notizen und bibliographische Angaben über peruan. Ruinenstätten zusammen. Forschungen hat er niedergelegt in der später mit Ergänzungen publizierten Schrift „El Perú prehispánico Intento de un manual“ (1950), in seinem Buch „Vistas arqueológicas de noroeste del Perú“ (1947) und in der bibliographischen Arbeit „Guía bibliográfica de los principales sitios arqueológicos del Perú“ (Boletín de la Bibliothèque de la Université de San Marcos 20, Lima 1950).

    1947 zog er nach Lima, und die peruan. Regierung ernannte ihn zum „Asesor Aerocultural“ del Ministerio de Aeronáutica. Hier konnte er als Angestellter der Librería Internacional seine historischen und bibliographischen Arbeiten mit Hilfe früher und seltener Bücher, die ihm nun zugänglich waren, weiterführen. 1958 wurde seine vielleicht bedeutendste peruanist. Arbeit veröffentlicht (deutsche Ausgabe: Nahrung und Nahrungsgewinnung im vorspan. Peru, 1960). Diese Untersuchung hatte er auf Anforderung der UNESCO angestellt. 1961 übertrug ihm die Deutsche Forschungsgemeinschaft die Leitung des „Proyecto Chancay“, der Ausgrabungen in den Totenfeldern des Chancaytales. Die Broschüre „La cultura Inca“ (1965, mit F. Kauffmann Doig) erschien erst nach seinem Tode. Seine Notizen und bibliographischen Register, sein Vokabular des Muchik wie auch seine Bibliothek werden im Colegio Leon Pinelo zu Lima aufbewahrt. Mehr als archäologische Feldarbeit waren H.s Stärke die bibliographischen und die theoretischen Kenntnisse der peruanist. Altertumskunde.

  • Literatur

    D. Bonavia, in: Revista Peruana de Cultura, 1966, S. 161-75 (W-Verz.).

  • Autor/in

    Federico Kauffmann Doig
  • Empfohlene Zitierweise

    Kauffmann Doig, Federico, "Horkheimer, Hans" in: Neue Deutsche Biographie 9 (1972), S. 624 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116990414.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA