Lebensdaten
1880 bis 1959
Geburtsort
Hannover
Sterbeort
Hannover
Beruf/Funktion
Metallurg
Konfession
keine Angabe
Normdaten
GND: 116916842 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Gürtler, William Minot
  • Gürtler, William
  • Gürtler, William Minot
  • mehr

Verknüpfungen

Von der Person ausgehende Verknüpfungen

Personen in der NDB Genealogie

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Zitierweise

Gürtler, William, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116916842.html [16.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Alexander (1843–1931), Dr. med., Geh. Medizinalrat, S d. Postdir. Aug. Daniel u. d. Caroline Dor. Glöden;
    M Grace (1858–1931), T d. William Twight Sedgwick ( 1862), Bes. d. Großfarm Lenoxmars, Major, u. d. Louise Tellkampf;
    Ur-Gvm Adolph Tellkampf (1798–1869), Dir. d. Realschule in Hannover, Naturwissenschaftler (s. Pogg. II, III);
    Schw Elisabeth ( Ernst Leitz, 1956, Inh. d. Optischen Werke in Wetzlar);
    1908 Felicitas, T d. Fritz de la Porte u. d. Ida Bartling; 2 T.

  • Leben

    G. studierte in Hannover, München und in Göttingen, wo er 1904 bei G. Tamann promovierte und dessen Assistent wurde. 1907 ging er an die TH Berlin, der er – mit mehreren Unterbrechungen – bis zur Emeritierung treu blieb. Bis zum Ausbruch des 1. Weltkrieges war er Assistent und zeitweise wissenschaftlicher Mitarbeiter am Metallhüttenmännischen Institut. Der Habilitation 1908 folgte ein einjähriger Aufenthalt in Boston als Research Associate am Massachusetts Institute of Technology. 1911 war er noch einmal dort. 1914-18 war G. im Kriegsdienst. 1917 wurde er zum außerordentlichen Professor ernannt. Seit 1918 1. Assistent am Metallhüttenmännischen Institut bei Otto Doeltz (1863–1947), übernahm er seit dessen Erkrankung 1921 die Institutsleitung. 1930 erhielt G. einen Lehrauftrag für Metallkunde, 1933 wurde er ordentlicher Professor und Direktor des Institutes für angewandte Metallkunde an der TH Berlin. 1936 nahm er einen Ruf als Professor und Direktor des Instituts für Metallurgie und Werkstoffkunde an der TH Dresden an und behielt gleichzeitig die Leitung des Berliner Instituts. – Als Hauptreferent der Campbell Memorial Lecture war G. 1926 zu Gastvorlesungen nach Indien und Japan und mehrmals nach Amerika eingeladen worden. Auch nach der Emeritierung 1945 unternahm er noch als Gastprofessor Auslandsreisen, unter anderem nach Boston und nach Istanbul.

    G. hat sich um die Entwicklung der Metallkunde zum selbständigen Wissenschaftszweig, um die Konstitutionslehre der Legierungen, ihre Systematik und Nomenklatur, die theoretischen Grundlagen und die Untersuchungsmethoden große Verdienste erworben. Dem Ziel, die Werkstoffkunde aus dem Stadium der „im Dunkeln tastenden Empirie“ herauszuführen, den Werkstoff mit gewünschten Eigenschaften auf Grund systematischer Kenntnisse vorauszubestimmen, galt seine umfangreiche literarische und praktische Tätigkeit. Seine 3bändige „Metallographie“, von ihm herausgegeben und in großen Abschnitten von ihm verfaßt, wurde zum Standardwerk. Zu seinen speziellen Untersuchungsgebieten gehörten das Aluminium, seine Gewinnung und seine Legierungen, und die Nichteisenmetalle als Legierungspartner. An der Gründung der Deutschen Gesellschaft für Metallkunde e. V. 1919 hatte G. maßgebenden Anteil.

  • Werke

    W u. a. Einführung in d. Metallkde., 2 Bde., 1943, Neuausg. u. d. T. Metallkde., 1954. - Hrsg.: Internat. Zs. f. Metallogr., 1911 ff., fortges. u. d. T. Zs. f. Metallkde., 1919 ff.;
    Metallographie, Ein ausführl. Lehr- u. Handbuch d. Konstitution u. d. physik., chem. u. techn. Eigenschaften d. Metalle u. metall. Legierungen, 3 Bde., 1912-35;
    Metalltechn. Kal., 1925 ff.;
    Metall-Techn. Taschenbuch, 1939;
    - ca. 300 Publ. in Fach-Zss., ca. 100 Patentanmeldungen.

  • Literatur

    W. Claus, in: Metallwirtsch., Metallwiss., Metalltechnik 19, 1940, S. 175 f. (P);
    F. Erdmann -Jesnitzer, in: Bergakademie 11, 1959, S. 334;
    Zs. f. Metallkde. 50, 1959, S. 239 (P);
    Rhdb. (P);
    Pogg. V-VII a.

  • Autor/in

    Bernhard Trautmann
  • Empfohlene Zitierweise

    Trautmann, Bernhard, "Gürtler, William" in: Neue Deutsche Biographie 7 (1966), S. 287 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116916842.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA