Lebensdaten
1686 bis 1748
Geburtsort
Ipsheim
Sterbeort
Hannover
Beruf/Funktion
hannoverischer Bibliothekar ; Historiker
Konfession
evangelisch?
Normdaten
GND: 116887206 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Gruber, Johann Daniel
  • Gruber, Io. Daniel
  • Gruber, Ioannes D.
  • mehr

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Gruber, Johann Daniel, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116887206.html [10.07.2020].

CC0

  • Leben

    Gruber: Johann Daniel G., ist geboren am 11. April 1686 zu Ipsheim in Franken. Nach Absolvirung des Gymnasiums zu Heilbronn bezog er im J. 1704 die Universität Halle, studirte hier anfangs Theologie, widmete sich aber bald der Jurisprudenz und Geschichte, erlangte 1710 die philosophische Doctorwürde und die veniam legendi, 1721 auch die juristische Doctorwürde und im J. 1723 eine außerordentliche Professur der Rechte und der Philosophie zu Halle. Von hier ward er im J. 1724 als ordentlicher Professor der Rechte nach Gießen berufen, ging dann 1727 als kurfürstlich hannoverscher Hof- und Kanzleirath nach Celle und ward 1729 kurfürstlicher Bibliothekar und Historiograph zu Hannover, 1733 auch Abt zu Bursfelde und Geh. Justizrath. Er starb zu Hannover den 24. März 1748. Gruber's wissenschaftliche Bedeutung ist besonders begründet durch die Werke: „Origines Livoniae sacrae et civilis s. chronicon Livonicum vetus“, 1740, und „Commercii epistolici Leibnitiani ad omne genus eruditionis P. 1. 2.“ 1745. Auch an dem von Leibnitz begonnenen und später von Gruber's Nachfolger an der hannoverschen Bibliothek: Scheidt, vollendeten und publicirten großartigen Werke der „Origines Guelficae“ hat er fleißig mit gearbeitet. — Um die königliche öffentliche Bibliothek in Hannover hat sich G. durch seine ausgezeichnete Verwaltung, durch bedeutende und werthvolle Acquisitionen große Verdienste erworben. Von Wichtigkeit war auch seine Mitwirkung bei der Gründung der Universität Göttingen. Um die Durchführung der ersten Grundideen, um die Ausführung der immer mehr sich erweiternden Einrichtungen hatte er sehr anzuerkennende Verdienste; an ihm fand der Minister v. Münchhausen den thätigsten Beistand. G. unterzog sich der Ausarbeitung der ersten Pläne; von ihm sind die dem Könige vorgelegten Universitäts-Privilegien entworfen; ihm wurde auch die Ehre zu Theil, die Eröffnung der Universität der gelehrten Welt anzukündigen.

    • Literatur

      Rotermund, Das gelehrte Hannover, II. S. 183; Fickenscher, Gelehrtes Baireuth, III. S. 135.

  • Autor/in

    Bodemann.
  • Empfohlene Zitierweise

    Bodemann, "Gruber, Johann Daniel" in: Allgemeine Deutsche Biographie 10 (1879), S. 4 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116887206.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA