Lebensdaten
1861 bis 1946
Geburtsort
Heidelberg
Sterbeort
Tübingen
Beruf/Funktion
Philosoph ; Psychologe
Konfession
evangelische Familie
Normdaten
GND: 116865865 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Groos, Karl Theodor
  • Groos, Karl
  • Groos, Karl Theodor

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Zitierweise

Groos, Karl, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116865865.html [15.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Julius ( 1875), Verlagsbuchhändler, S d. Karl ( 1839), Verlagsbuchhändler in H.;
    Ur-Gvv Joh. Immanuel ( Philippine, T d. Dichters Nik. Götz [ 1781, s. NDB VI]), Amtskeller in Winterburg/Hunsrück;
    Ur-Groß-Ov Gottlieb Chrstn. Götz ( 1803), Buchhändler u. Verleger in Mannheim (s. L);
    Groß-Ov Chrstn. Frdr. (1801–61), Verleger;
    M Sophie Koopmann ( 1888);
    Ov Chrstn. Theodor, Verlagsbuchhändler in Karlsruhe;
    Vt Theodor ( 1900), Verlagsbuchhändler; Cousine Julie ( Ferd. Wänker v. Dankenschweil, * 1851, 1914, preuß. Gen.-Lt., s. DBJ I, Tl. 1914, L);
    1884 Emma, T d. Gymnasialrektors Kraut in Schwäb. Hall; kinderlos; 1 Adoptiv-T.

  • Leben

    G. studierte in Heidelberg Philosophie und promovierte bei Kuno Fischer. Seine akademische Laufbahn begann er 1889 als Privatdozent in Gießen, wo er 1892 außerordentlicher Professor für Philosophie wurde. 1898 folgte er einem Ruf nach Basel, kehrte 1901 wieder nach Gießen zurück und wirkte von 1911 bis zu seiner Emeritierung (1929) als akademischer Lehrer für Philosophie und Psychologie an der Universität Tübingen. – Kennzeichnend für G. wissenschaftliches Lebenswerk ist auf der einen Seite die Vielfalt der Fragestellungen (von Untersuchungen über den „Instinkt des Verscharrens“ bis zu Spekulationen über „Die Unsterblichkeit als philosophisches Problem“), auf der anderen Seite das in allen seinen Arbeiten spürbare Bemühen um eine Synthese biologischer, psychologischer und metaphysischer Aspekte. Ausgehend von Untersuchungen zur psychologischen Ästhetik, kam er zu einer intensiven Beschäftigung mit den Spielen von Menschen und Tieren. Besonders bekannt geworden ist seine auf Platon zurückgehende Einübungstheorie, nach welcher der Lebenswert des Spieles in der Vorübung zukünftiger „Ernsttätigkeiten“ liegt. Eine Anzahl weiterer psychologischer Studien befaßt sich vorwiegend mit charakterologischen und entwicklungspsychologischen Themen. Nach eigenem Zeugnis wandte sich G. von der Mitte des 4. Lebensjahrzehntes an in immer stärkerem Maße philosophischen Problemen zu, in deren Mittelpunkt Untersuchungen über den Aufbau der philosophischen Systeme und die Erarbeitung einer eigenen Metaphysik standen. – G. hat mit seinem Werk der Philosophie und der Psychologie seiner Zeit zahlreiche fruchtbare methodische und thematische Anregungen gegeben und einen wichtigen Beitrag zur Grundlegung einer an den Ergebnissen der Einzelwissenschaften orientierten philosophischen Anthropologie geleistet.

  • Werke

    Einl. in d. Ästhetik, 1892;
    Die Spiele d. Tiere, 1896, 31930 (engl. 1898, franz. 1902);
    Die Spiele d. Menschen, 1899 (engl. 1901);
    Das Seelenleben d. Kindes, 1903, 61923 (russ. 1906);
    Autobiogr. in: Die Philos. d. Gegenwart in Selbstdarst. II, 1921, 21923 (P);
    Der Aufbau d. Systeme, 1924;
    Autobiogr. in: Dt. systemat. Philos. nach ihren Gestalten, hrsg. v. H. Schwarz, II, 1934;
    Seele, Welt u. Gott, 1952 (mit Einführung v. Helmut Groos; vollst. W-Verz.).

  • Literatur

    Ziegenfuß;
    Ueberweg. - Zur Fam.:
    Wilh. Groos, in: Mein Heimatland 12-14, 1925-27;
    - zu Ur-Groß-Ov:
    G. Ch. Götz, in: Mannheimer Hh., 1961, S. 5 ff. (P).

  • Autor/in

    Franz Weinert
  • Empfohlene Zitierweise

    Weinert, Franz, "Groos, Karl" in: Neue Deutsche Biographie 7 (1966), S. 130 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116865865.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA