Lebensdaten
1810 bis 1871
Beruf/Funktion
Schulmann ; Historiker
Konfession
katholisch?
Normdaten
GND: 116490667 | OGND | VIAF: 77068746
Namensvarianten
  • Fickler, Karl Alois
  • Fickler, Carl Borromäus Alois
  • Fickler, C. B. A.
  • mehr

Objekt/Werk(nachweise)

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Fickler, Karl Alois, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116490667.html [24.09.2020].

CC0

  • Leben

    Fickler: Karl Alois F., Schulmann und Historiker, geb. zu Konstanz 1810, 18. Dec. 1871. Sohn einer armen aus Tirol stammenden Familie und ursprünglich für das Schneiderhandwerk bestimmt, wußte er durch eigene|Kraft die Mittel zum Studium der Theologie und Philologie zu Freiburg aufzubringen. Obwol er die niederen Weihen erhalten hatte, zog er doch den Schuldienst dem der Kirche vor. 1830 fand er am Pädagogium zu Ettlingen eine Verwendung, ward 1832 am Gymnasium zu Donaueschingen als Professor angestellt, 1834 provisorisch und 1838 definitiv zum Director der Anstalt ernannt. 1848 ward er auf seinen Wunsch an das Lyceum zu Rastatt und 1851 von dort an das Mannheimer Lyceum versetzt, wo er als Lehrer der Geschichte bis zu seinem Tode wirkte. Schon in Donaueschingen hatte er eine Reihe kleiner Arbeiten über die Geschichte der Stadt und des Fürstenbergischen Hauses, meist in den Schulprogrammen veröffentlicht. Unter seinen weiteren historischen Arbeiten, denen es bei großer Gelehrsamkeit und culturgeschichtlichem Blick doch an methodischer Schärfe fehlt, sind besonders seine „Quellen und Forschungen zur Geschichte Schwabens und der Ostschweiz“ (1859) verdienstlich. — Verschieden von seinem Bruder, dem bekannten badischen Agitator, wußte er in der Zeit der Revolution zwischen den Extremen eine besonnene Mitte zu halten. Nach dem Falle Rastatts, 1849, übertrug das preußische Commando ihm die Vertheidigung der vor das Kriegsgericht Gestellten. Reich an Geist und edlen Gemüthes, hat er überall, wo er lebte, vielfach anregend gewirkt.

    • Literatur

      Thorbecke in den Bad. Biogr. I. 247 fl.

  • Autor/in

    v. L.
  • Empfohlene Zitierweise

    L., von, "Fickler, Karl Alois" in: Allgemeine Deutsche Biographie 6 (1877), S. 777-778 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116490667.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA