Lebensdaten
1864 bis 1946
Geburtsort
Braunschweig
Sterbeort
Goslar (Unglücksfall)
Beruf/Funktion
Geologe
Konfession
lutherisch
Normdaten
GND: 116255595 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Bornhardt, Friedrich Wilhelm Conrad Eduard
  • Bornhardt, Wilhelm
  • Bornhardt, Friedrich Wilhelm Conrad Eduard
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Zitierweise

Bornhardt, Wilhelm, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116255595.html [13.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Adolf (1827–1911), Mechaniker und Optiker in Braunschweig, S des Carl, Bauregistrator in Braunschweig, und der Conradine Tunica (1798–1878);
    M Maria (1837–1917), T des Juweliers und Goldarbeiters Georg Christian Eduard Stein in Braunschweig u. d. Joh. Wilh. Auguste Dröge;
    Wolfenbüttel 1900 Elisabeth, T des Konsistorial-Vizepräsidenten Abt D. Heinrich Sallentien; 4 K.

  • Leben

    B. studierte nach praktischer Ausbildung in mitteldeutschen Bergwerken an der Bergakademie Berlin und ging 1895 als Regierungsgeologe nach Dar es Salam, von wo er den Süden und Südosten Deutschostafrikas durchquerte. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland war er als Bergrat in Siegen und Bonn, dann als Direktor der Bergakademie Berlin tätig und wurde 1912 Vortragender Rat im Preußischen Handelsministerium, 1914 Chef der Kaiserlichen Bergverwaltung in Belgien und 1922 bis 1929 Berghauptmann in Clausthal. - 1920 erhielt er den Dr.Ing. e. h., 1927 die Agricola-Medaille der Gesellschaft deutscher Metallhüttenund Bergleute. B. war ein Forscher von strenger Sachlichkeit, dessen Erkenntnisse in ihrer Gediegenheit auf seine Fachgenossen einen solchen Eindruck machten, daß niemand sich zu einer Kritik berechtigt glaubte. In seiner “Oberflächengestaltung und Geologie Deutsch-Ostafrikas“ (= Deutsch-Ostafrika, Bd. 7, 1900) berichtete er umfassend über seine Forschungsreisen (1895–97) in damals noch gänzlich unbekannte Regionen der Kolonie, wobei er Tektonik, Morphologie und Bodenschätze gleich eingehend behandelte. Für diese grundlegenden und international anerkannten Afrika-Forschungen verlieh ihm 1900 die Gesellschaft für Erdkunde in Berlin die Naditigal-Medaille. - 1910-12 veröffentlichte er sein ebenso sicher fundiertes zweibändiges Werk „Die Gangverhältnisse des Siegerlandes“, die gründlichste und vielseitigste Erzmonographie, die bis zur Gegenwart über einen deutschen Lagerstättenbezirk geschrieben worden ist. Als Berghauptmann und später im Ruhestand in Goslar wandte sich B. der Bergbaugeschichte zu und behandelte vor allem in mehreren Arbeiten die Geschichte des Bergbaus im Oberharz. Zu Ehren B.s wurde eine Brachiopodengattung B.ina benannt.

  • Werke

    Weitere W Gesch. d. Rammelsberger Bergbaus v. seiner Aufnahme bis z. Neuzeit, 1931.

  • Literatur

    K. Hassert, Die Erforschung Afrikas, 1942;
    Wi. X, 1935 (W).

  • Autor/in

    Heinrich Quiring
  • Empfohlene Zitierweise

    Quiring, Heinrich, "Bornhardt, Wilhelm" in: Neue Deutsche Biographie 2 (1955), S. 470 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116255595.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA