Lebensdaten
1862 – 1932
Geburtsort
Billerbeck (Westfalen)
Sterbeort
Königstein (Taunus)
Beruf/Funktion
Hymnologe ; Jesuit ; Liturgiker ; Mediävist
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 116207949 | OGND | VIAF: 757919
Namensvarianten
  • Blume, Ferdinand Anton Clemens
  • Blume, Clemens
  • Blume, Ferdinand Anton Clemens
  • mehr

Objekt/Werk(nachweise)

Verknüpfungen

Verknüpfungen auf die Person andernorts

Aus dem Register von NDB/ADB

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Blume, Clemens, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116207949.html [13.06.2024].

CC0

  • Genealogie

    V Joseph, Buchbinder, S des Küsters Blume in Greven (Westfalen);
    M Elisabeth Böcker.

  • Biographie

    B. studierte 1875-78 im Jesuitenseminar in Feldkirch (Vorarlberg). 1878 trat er in den Orden ein. Mit liturgisch-hymnologischen Aufgaben betraut, wurde er allmählich einer der führenden Hymnologen, der auf seinen zahlreichen Reisen auf europäischen Bibliotheken das Material zu seinem Lebenswerk, der Weiterführung der „Analecta Hymnica“, sammelte. In der Hauptsache war er zwischen 1903 und 1929 in München stationiert, ging 1929 nach Frankfurt/Main, wo er am St. Georgenkolleg den liturgiewissenschaftlichen Lehrstuhl bis zu seinem Tode innehatte. Die Forschungen B.s zur Entstehung und Geschichte der Sequenzen sind in der Fachwelt mit Recht (wenn auch mit Einschränkungen) anerkannter als seine seinerzeit Aufsehen erregenden Theorien, daß Papst Gregor I. ( 604) der Dichter des Hymnenrepertoires gewesen sein soll, das im 9. Jahrhundert die bis dahin unumschränkt herrschenden altbenediktinischen Hymnen im Stundengebet (Brevier) verdrängte.

  • Werke

    Analecta Hymnica, Bd. 25, 27, 29, 31, 33, 34, 37, 39, 42-44, 47-49, 51-55 (z. T. mit G. M. Dreves u. H. M. Bannister), 1897 ff.;
    Krit. Wegweiser durch U. Chevaliers Repertorium Hymnologicum, 1901;
    Wolstan v. Winchester u. Vital v. St.-Evroult, in: SB d. Ak. d. Wiss. Wien, Phil.-Hist. Kl. 146, 1903/3;
    Der Cursus S. Benedicti Nursini u. d. liturg. Hymnen d. 6.-9. Jh., 1908;
    Patrona Bavariae, 1917;
    Brevier u. Messe, ²1919;
    John Hovedens Nachtigallenlied, 1930;
    Unsere liturg. Lieder, 1932.

  • Literatur

    J. Dorneich, Kath. Lit.kal., 1926;
    RGG;
    Kosch, Kath. Dtld. I;
    Koch;
    B. Stäblein, in: MGG I (W).

  • Autor/in

    Bruno Stäblein
  • Zitierweise

    Stäblein, Bruno, "Blume, Clemens" in: Neue Deutsche Biographie 2 (1955), S. 327 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116207949.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA