Lebensdaten
1836 – 1892
Geburtsort
Wetzlar
Sterbeort
Düsseldorf
Beruf/Funktion
Maler ; Künstler ; Illustrator ; Radierer ; Tiermaler
Konfession
keine Angabe
Normdaten
GND: 116055146 | OGND | VIAF: 10121357
Namensvarianten
  • Deiker, Karl Friedrich
  • Deiker, Carl Friedrich
  • Deiker, C. F.
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Zitierweise

Deiker, Karl Friedrich, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116055146.html [23.05.2022].

CC0

  • Biographische Darstellung

    Deiker: Karl Friedrich D., Thiermaler, wurde am 3. April 1836 zu Wetzlar geboren, Bruder des Vorigen; er zeigte schon früh eine ungewöhnliche Begabung im Zeichnen, die durch seinen Vater und seinen älteren Bruder nach Kräften gefördert wurde. Auswärts bildete er sich anfangs auf der Zeichenakademie in Hanau seit 1852 und zog dann 1858 nach Karlsruhe zu Schirmer. 1861 machte er sich selbständig und widmete sich nun ausschließlich der Thiermalerei. Seine ersten größeren Bilder, die er hier malte, machten schon Aufsehen durch die dramatische Lebhaftigkeit der Darstellung. 1864 siedelte er nach Düsseldorf über und nahm hier seinen bleibenden Wohnsitz. Hier schuf er seine reifsten Werke, die sich durch eine große Kraft in der Auffassung des bewegten Thieres auszeichnen; er übertraf darin die meisten Thiermaler und seine Bilder werden deshalb von passionirten Jagdliebhabern besonders geschätzt. Seine Sauhatzen, namentlich der Kampf des angeschossenen Keilers mit der wüthenden Meute, ebenso wie seine Hirschjagden und Kämpfe sind Meisterstücke voll leidenschaftlichen Lebens, die durch vielfache Reproductionen äußerst populär geworden sind. Eins seiner Hauptbilder ist eine lebensgroße Sauhatz, welche das Museum in Köln erwarb (1870), ferner ein Kampf zwischen einem Metzgerhund und einem Karrenhund, wobei der schwerbeladene Marktkarren zum Umfallen kommt, in der Kunsthalle zu Düsseldorf. Neben vielen Jagdzeichnungen für illustrirte Journale und Originalaquarellen|zum Farbendruck entstanden unter seiner Hand auch zahlreiche Rauchbilder auf Porzellan, die als Specialität ungemein beliebt wurden und von der spielenden Leichtigkeit seiner Schaffensweise ein deutliches Zeugniß ablegten. Er starb in Düsseldorf am 19. März 1892.

  • Autor/in

    Eduard Daelen.
  • Zitierweise

    Daelen, Eduard, "Deiker, Karl Friedrich" in: Allgemeine Deutsche Biographie 47 (1903), S. 642-643 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116055146.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA