Lebensdaten
1800 – 1878
Sterbeort
Wien
Beruf/Funktion
Schriftsteller
Konfession
katholisch?
Normdaten
GND: 115602542 | OGND | VIAF: 301806562
Namensvarianten
  • Moshammer, Josef Alois
  • Moshamer, Joseph Alois
  • Moshamer, Franz Josef
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Orte

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Zitierweise

Moshammer, Josef Alois, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd115602542.html [29.09.2022].

CC0

  • Biographie

    Moshammer: Joseph Alois M. wurde am 7. Februar 1800 zu Forchtenau bei Aurolzmünster im Innkreise geboren, wo sein Vater als Landwirth lebte, besuchte das Gymnasium zu Passau und das Lyceum in Salzburg und|ging 1823 nach Wien, um hier die juridische Laufbahn einzuschlagen. Mangel an Subsistenzmitteln hinderte ihn jedoch an der Vollendung derselben, und so mußte er sich als Lehrer und Hofmeister dem Erziehungsgeschäfte zuwenden. Dieses führte ihn theils zu Studien in der älteren und neueren Sprachenkunde, Litteratur und Geschichte, theils zu schriftstellerischen Arbeiten auf diesen Gebieten, von denen besonders seine „Vorschule der Sprachkunde oder allgemeine Andeutungen zur Forschung der Sprachen überhaupt und insbesondere der deutschen etc.“ (1829) und „Apollo, oder belehrende Unterhaltungslectüre in vier Sprachen für alle gebildeten Stände“ (6 Bde. 1830 ff.) zu erwähnen sind. Mehrere ihm angetragene Lehrämter in entfernteren Gebieten des österreichischen Kaiserstaats lehnte er ab, und so kam es, daß er erst zu Anfang des Jahres 1840 eine Anstellung im Staatsdienste erlangte, und zwar bei dem k. k. Bücher-Revisionsamte. Als dieses Amt 1848 mit der obersten k. k. Polizei- und Censur-Hofstelle in den sturmbewegten Wellen der Revolution unterging, wurde M. bald darauf als Canzlist von der k. k. Wiener Stadthauptmannschaft übernommen. Hier rückte er im Laufe der Zeit von Stufe zu Stufe bis zum Polizei-Commissär erster Classe auf und ließ sich 1866 in den Ruhestand versetzen. Sein Amt gewährte ihm Muße genug, seine einmal begonnene schriftstellerische Thätigkeit fortzusetzen, die schließlich sogar eine gewisse Vielseitigkeit angenommen hatte. Aus seiner Feder flossen nicht nur belletristische Arbeiten, wie die Erzählungen und Novellen „Der deutsche Ordensritter" (1839); „Erzählungen in neuer Form" (1840); „Die Auswanderer" (1841); „Segnungen des Glaubens" (1841); „Kunst und Leben" (3 Bde., 1846); „Virginia, oder die christliche Jungfrau" (aus dem Franz. übersetzt, 4 Bde., 1846); „Die Mongolenbraut" (1849); „Licht- und Schattenbilder“ (1864); „Bürgerspiegel“ (1856), sondern auch viele Jugendschriften, topographische, naturhistorische und Erbauungsschriften. M. starb in Wien am 15. November 1878.

    • Literatur

      Wurzbachs Biographisches Lexicon, 19. Band, Seite 157 ff.

  • Autor/in

    Franz Brümmer.
  • Zitierweise

    Brümmer, Franz, "Moshammer, Josef Alois" in: Allgemeine Deutsche Biographie 22 (1885), S. 394-395 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd115602542.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA