Lebensdaten
1836 bis 1913
Geburtsort
Saatel bei Barth (Pommern)
Sterbeort
Greifswald
Beruf/Funktion
Physiker
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 102611416 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Holtz, Wilhelm
  • Holtz, W.

Quellen(nachweise)

Orte

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Zitierweise

Holtz, Wilhelm, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd102611416.html [22.04.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Ludwig (1797–1838), Rittergutsbes., S d. Rittergutsbes. Dettlof in S. u. d. Katharina Müller;
    M Regina (1798–1869), T d. Mühlenbes. Andreas Lübke in Stralsund;
    1883 Ida Bulle aus Heiligenhafen; kinderlos.

  • Leben

    H. studierte 1857-62 Physik in Berlin, Dijon und Edinburgh sowie Philosophie in Greifswald. Dann lebte er als Privatgelehrter in Berlin, wo ihn besonders die experimentelle Physik beschäftigte. 1865 baute er die nach ihm benannte Influenz-Elektrisiermaschine, die sich gegenüber der Reibungselektrisiermaschine durch ihren hochgespannten konstanten Strom auszeichnete, wie man ihn für die physikalische Forschung, insbesondere die Untersuchung von elektrischen Entladungen, dringend benötigte. Zur gleichen Zeit wurde die Influenz-Elektrisiermaschine unabhängig auch von A. Töpler erfunden. H. entwickelte seine Elektrisiermaschine laufend weiter. Ein Nervenleiden zwang ihn allerdings, sich für einige Zeit der wissenschaftlichen Arbeit fernzuhalten. Ende der 70er Jahre arbeitete er auch über Sicherungen gegen Blitzgefahr. Erst 1881 habilitierte sich H. für Physik in Greifswald, wo er 1884-1910 außerordentlicher Professor war. Er beschäftigte sich sehr erfolgreich mit Entladungserscheinungen. Aber auch andere Gebiete der Experimentalphysik (Akustik, physiologische Optik, Magnetismus) befruchtete er. Er schrieb zahlreiche Abhandlungen über physikalische Apparate, besonders die Influenz-Elektrisiermaschine, und über physikalische Experimente. Ihn zeichneten vor allem mechanisches Geschick, konstruktiver Sinn und gute Beobachtungsgabe aus.|

  • Auszeichnungen

    Dr. phil. h. c. (Halle 1869), Geh. Regierungsrat (1906).

  • Werke

    u. a. Über d. Theorie, d. Anlage u. d. Prüfung d. Blitzableiter, 1878;
    Über d. Zunahme d. Blitzgefahr u. ihre vermuthl. Ursachen, 1880;
    Zum Gebrauch d. Influenzmaschine, in: Zs. f. d. ges. Naturwiss., Folge 3, Bd. 5, 1880.

  • Literatur

    Leopoldina, H. 49, 1913, S. 100 f.;
    F. Krüger, in: Pomm. Lb. I, 1934 (P);
    BJ 18 (Tl.);
    Pogg. III-V

  • Autor/in

    Friedrich Klemm
  • Empfohlene Zitierweise

    Klemm, Friedrich, "Holtz, Wilhelm" in: Neue Deutsche Biographie 9 (1972), S. 556 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd102611416.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA