Lebensdaten
erwähnt 782, gestorben 813
Beruf/Funktion
Bischof von Lyon
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 102498415 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Leidrad von Lyon
  • Leidrad
  • Leidrad von Lyon
  • mehr

Zitierweise

Leidrad, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd102498415.html [19.06.2019].

CC0

  • Leben

    Leidrad, 799—813 Bischof von Lyon, wirkte unter dem gelehrten Aribo von Freising als Diakon des dortigen Bisthums, schrieb nach 782 eine Urkunde Herzog Thassilo's. Karl der Große zog ihn an seinen Hof und sandte den schon zum Bischof von Lyon bestimmten 798 zum Königsboten in die Gebiete von Narbonne, Arles und Marseille. Er gründete in seiner Diözese Schulen und Bibliotheken zur Ausbildung des Klerus, verbesserte den Gottesdienst und stellte Kirchen wieder her. Sein Schüler Agobard wurde sein Chorbischof und Leidrad's Nachfolger, als er sich alt und krank ins Kloster S. Medard zu Soissons zurückzog. Bei Migne, Patrologia, Cursus latinus XCIX sind Leidrad's Werke gesammelt.

    • Literatur

      Ueber ihn Bähr, Geschichte der römischen Literatur im Karolingischen Zeitalter, 1840; Wattenbach, Deutschlands Geschichtsquellen. 4. Aufl. II. Bd.

  • Autor/in

    v. Kalckstein.
  • Empfohlene Zitierweise

    Kalckstein, Ludwig Friedrich Karl von, "Leidrad" in: Allgemeine Deutsche Biographie 18 (1883), S. 217 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd102498415.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA