Lebensdaten
1538 bis 1565
Geburtsort
Torgau
Sterbeort
Jena
Beruf/Funktion
Herzog von Sachsen
Konfession
lutherischer Vater
Normdaten
GND: 102358710 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Johann Friedrich
  • Johann Friedrich der Jüngere
  • Johann Friedrich
  • mehr

Verknüpfungen

Von der Person ausgehende Verknüpfungen

Personen in der GND - familiäre Beziehungen

Verknüpfungen auf die Person andernorts

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Johann Friedrich der Jüngere, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd102358710.html [28.02.2020].

CC0

  • Leben

    Johann Friedrich der Jüngere, geb. am 17. Januar 1538 zu Torgau als vierter und jüngster Sohn des Herzogs Johann Friedrich des Großmüthigen, Kurfürsten, und der Sibylla von Jülich-Cleve, am 31. October 1565 zu Jena, hatte durch Verwahrlosung in früher Kindheit einen höchst gebrechlichen Körper erhalten und blieb, so lange er lebte, ein siecher Mensch. Nach der Katastrophe zu Mühlberg, während welcher er sich mit seiner Mutter in Wittenberg befand, zog er mit derselben nach Weimar. Bis zum J. 1557 regierte der ältere Bruder zugleich als Vormund des jüngeren, in diesem Jahre aber erlangte Letzterer die Volljährigkeit und übertrug nun, wie Johann Wilhelm, dem J. Fr. die Alleinherrschaft auf die nächsten vier Jahre, eine Uebertragung, die am 20. Mai 1561 für eine gleichlange Dauer verlängert wurde. Mitten in den Aufregungen des J. 1565, da die Spannung zwischen den Brüdern bei Gelegenheit der Verhandlungen über eine neue Art der Landesverwaltung am größten war, starb der Herzog. — J. Fr. hatte trotz der Stürme, die in seine Jugendjahre hineinfallen, eine sorgsame Erziehung genossen. Zeitlebens hatte er theologischen Studien obgelegen. Um sich ihnen gehörig widmen zu können, war er nach Jena gezogen. In den Streitigkeiten des Bruders mit den Flacianern scheint er mit Johann Wilhelm die Gegenpartei ergriffen zu haben. Im Uebrigen war er eine friedfertige Natur, die zur Eintracht rieth, wenn die Brüder stritten. Zu Jena wohnte der Herzog im Hause des berühmten Mediciners Dr. Schröter. Hier hat ihn auch der Tod ereilt. Sein Leichnam wurde zu Weimar in der Stadtkirche beigesetzt.

  • Autor/in

    E. Wülcker.
  • Empfohlene Zitierweise

    Wülcker, Ernst, "Johann Friedrich der Jüngere" in: Allgemeine Deutsche Biographie 14 (1881), S. 343 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd102358710.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA