Lebensdaten
1789 - 1865
Beruf/Funktion
Diplomat ; Dichter ; Jurist ; Politiker ; Schriftsteller ; Übersetzer ; Lyriker
Konfession
evangelisch?
Normdaten
GND: 100820697 | OGND | VIAF: 20033437
Namensvarianten
  • Pechlin, Friedrich Christian Ferdinand Baron von
  • Pechlin, Friedrich Christian Ferdinand von
  • Pechlin, Ferdinand von
  • mehr

Objekt/Werk(nachweise)

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Pechlin, Friedrich Christian Ferdinand Baron von, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd100820697.html [01.08.2021].

CC0

  • Leben

    Pechlin: Friedrich Christian Ferdinand, Baron v. P., Diplomat und Dichter. Er war geboren in Norburg auf der schleswigschen Insel Alsen, wo sein Vater Kammerherr N. O. Baron v. P. damals Amtmann war, am 22. Januar 1789, widmete sich dem Studium der Rechtswissenschaft und bestand das juristische Amtsexamen 1811 mit Auszeichnung. 1813 ward er Auscultant in der schleswig-holsteinischen Kanzlei in Kopenhagen. Darauf trat er 1815 in die diplomatische Laufbahn ein als Legationssecretär bei der Gesandtschaft in Frankfurt a. M. Gegen Ende des Jahres 1823 ward er Deputirter in der schlesw.-holstein. Kanzlei. Doch dauerte dies nur bis 1825, da er wieder zur Diplomatie und nach Frankfurt zurückkehrte als Bundestagsgesandter für Holstein. Während dieser Zeit ward er schon 1825 königlicher Kammerherr, 1826 Commandeur vom Danebrog, 1828 auch Danebrogsmann, 1834 Großkreuz von Danebrog, 1841 Geheimer Conferenzrath und Excellenz. Auch seitens der Bundesfürsten wurden ihm mancherlei Auszeichnungen zu Theil. Im J. 1848 ward seine Stellung in Frankfurt unhaltbar. Nachdem er eine Zeit lang ohne Function gewesen, ward er 1852 zum Gouverneur und Landdrost des Herzogthums Lauenburg ernannt. 1856 ward er, auf sein Ansuchen, aus diesem Dienst mit Pension entlassen und trat in den Ruhestand, in dem er noch bis 1865 gelebt hat. Als Dichter machte sich P. zuerst bekannt durch seine Uebersetzung von Thomas Moore's Lalla Rookh 1830. Dann folgten Sammlungen seiner lyrischen Gedichte, 1840, 1842, 1852. Eigenthümlich ist sein Versuch, die Weltgeschichte in Versen wiederwiederzugeben: „Nachklänge der alten Geschichte, wiederhallend bis in die Neuzeit“, 1844, 2. Aufl. 1856. Er theilt die Weltgeschichte in 9 Perioden, besingt die Begebenheiten jeder Periode und schließt die neueste Zeit mit dieser Reflexion:

    Wer sich ans Ewige nicht hält, Der muß verzweifeln an der Welt, Denn nimmer, nimmer wird er lösen Das große Räthsel von dem Bösen, Von seinem Fluch und seinen Ketten Kann ein Erlöser nur erretten. Wird neu er aus den Weh'n geboren Der Zeiten, die auch ihn verloren, Dann ist das Leben aus den Banden Des Todes, Tag aus Nacht erstanden.

    Dieser Versuch ist trotz seiner 2 Auflagen nicht gerade als gelungen zu betrachten!

    • Literatur

      Alberti, Schriftstellerlexikon. — Brümmer, Dichterlexikon.

  • Autor/in

    Carstens.
  • Empfohlene Zitierweise

    Carstens, Carsten Erich, "Pechlin, Friedrich Christian Ferdinand Baron von" in: Allgemeine Deutsche Biographie 25 (1887), S. 306 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd100820697.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA