Lebensdaten
1703 bis 1770
Geburtsort
Friedrichstadt
Sterbeort
Hennstedt (Dithmarschen)
Beruf/Funktion
Dichter
Konfession
evangelisch?
Normdaten
GND: 100820042 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Hudemann, Ludwig Friedrich
  • Hudemann, L. F.
  • Hudemann, Ludew. Friedr.
  • mehr

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Hudemann, Ludwig Friedrich, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd100820042.html [21.06.2019].

CC0

  • Leben

    Hudemann: Ludwig Friedrich H., war geb. am 3. Septbr. 1703 in Friedrichstadt an der Eider, Sohn des Dr. jur. Hinrich Ludwig H., Commifsar und Gerichtssecretär des Herzogs von Schleswig-Holstein. Vorbereitet auf dem Gymnasium in Hamburg, studirte er die Rechte in Halle, Leipzig und Kiel. Bei Gelegenheit des Jubelfestes der Augsburgischen Confession promovirte er an letzterem Orte 1730 zum Dr. jur. Er bereiste darauf Holland und Frankreich und ließ sich dann erst in Hamburg nieder. Nachher siedelte er nach Henstedt in N. Dithmarschen über, wo er sich verheirathete und bis an sein Ende verblieb, am 16. Febr. 1770. Er beschäftigte sich vorzugsweise mit Poesie und war ein fleißiger Dichter. Zuletzt war ihm Klopstock vorzugsweise Muster und verfaßte er mehrere religiöse Heldengedichte und Tragödien. Von seinen Schriften nennen wir: „Proben einiger Gedichte und Poetischen Uebersetzungen. Denen ein Bericht beygefüget worden, welcher von den Vorzügen der Oper vor den Tragischen und Komischen Spielen handelt“, 1732. Die Bemerkungen waren namentlich gegen Gottsched gerichtet, der in den Beiträgen 3, 268 ff. sich verteidigte, und es gelang ihm damit unsern H. zu bekehren. — „Harmonische Belustigungen des Geistes in poetischen Betrachtungen und Liedern“, 1746—49, 3 Thle. — „Der großmüthige Friedrich III., König von Dänemark, ein Heldengedicht", 1750. — „Diokletian, ein Trauerspiel", 1750. — „Jesabel, ein Originalstück", 1753. — „Der Brudermord des Kain, ein Trauerspiel", 1754. — „Lucifer, ein episches Gedicht", 1765. — „Der auferstandene Messias, ein episches Gedicht", 1767. — „Iphigenia und Jephta, 2 Trauerspiele", 1767. Aus dem Französischen übersetzte er Racine's Phädra, 1751, und Corneille's Isabel und Athalia, 1753. In seinem Nachlaß wurden noch vorgefunden die Tragödien: „Herodias", „Jahel“, „Esther“. Er war Mitglied der deutschen Gesellschaft in Leipzig, Greifswald und Göttingen.

    • Literatur

      Adelung und Goedeke, Grundriß etc. II. S. 532.

  • Autor/in

    Carstens.
  • Empfohlene Zitierweise

    Carstens, Carsten Erich, "Hudemann, Ludwig Friedrich" in: Allgemeine Deutsche Biographie 13 (1881), S. 279 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd100820042.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA