• Leben

    Hasse: Johann Christian H., Rechtsgelehrter, gleich ausgezeichnet als Romanist, wie als Germanist, wurde geboren den 24. Juli 1779 zu Kiel, besuchte die Husumer Gelehrtenschule, dann die Hochschule zu Kiel, wo er 1811 Doctor der Rechte wurde, nachdem er seit 1805 Privatdocent und Universitätssyndicus gewesen war. Er wurde noch 1811 nach Jena berufen, war daselbst thätig auch als Oberappellationsgerichtsrath, ging 1813 nach Königsberg, 1818 nach Berlin und lehrte 1821—30 als ordentlicher Professor der Rechte zu Bonn. Er starb am 18. November 1830. Mit seltener Tiefe der Untersuchung verband er die Kunst einer schönen und einfachen Darstellung. Seine gediegenen Schriften sind: „Beitr. zur Revision der bisherigen Theorie von der ehelichen Gütergemeinschaft“, 1808. „An novatio voluntaria esse possit citra stipulationem?“ 1812. „Die Culpa des römischen Rechts“, 1815, 2. Aufl. von Bethmann-Hollweg, 1838. „Das Güterrecht der Ehegatten nach römischem Recht“, 1824. „De variis eorum sententiis, qui in explananda l. 7 § 1 D. soluto matrim. vulgatam interpretationem reliquerunt“, 1827. Seit 1827 gab er das „Rheinische Museum für Jurisprudenz“ mit Blume, Puchta und Puggé heraus. Abhandlungen von ihm im Archiv für civil. Praxis V. VII, in Zeitschrift für gesch. Rechtswissenschaft I. III. IV. V, im Rheinischen Museum I. II. III.

    • Literatur

      Neuer Nekrolog der Deutschen, Jahrg. 1830, Ilm. 1832, S. 801—3. Günther, Lebensskizzen, Jena 1858, S. 85. Meyer, Conv.-Lex. (3. Aufl.), Bd. 16, S. 413.

  • Autor/in

    Teichmann.
  • Empfohlene Zitierweise

    Teichmann, "Hasse, Johann Christian" in: Allgemeine Deutsche Biographie 10 (1879), S. 759 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd100352332.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA