Lebensdaten
1887 bis 1963
Geburtsort
Höchst/Main
Sterbeort
Frankfurt/Main
Beruf/Funktion
Unternehmer
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 13957624X | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Schindling, Josef Adolf Andreas
  • Schindling, Adolf
  • Schindling, Josef Adolf Andreas
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Zitierweise

Schindling, Adolf, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd13957624X.html [22.10.2019].

CC0

  • Genealogie

    Aus seit d. frühen 17. Jh. in H. nachweisbarer Fam.;
    V Anton Peter (1848–1925), Fischer, Fährmann in H.;
    M Catharina Sauer (1844–1920), aus Fischbach (Taunus);
    4 Geschw;
    Frankfurt/M. 1921 Elisabeth Charlotte Paulus (1889–1959), seit 1942 Mitinh. d. VDO Tachometer AG;
    T Liselott (1927–99, 1] 1950-74/75 Fritz Linsenhoff, * 1921, aus Hamburg, Kaufm., 1960-75 Geschäftsführer d. VDO Tachometer Werke Adolf Schindling GmbH, s. Wi. 1971, 2] 1981 Klaus Rheinberger, * 1928), seit 1942 Mitinh. d. VDO Tachometer AG, seit 1973 in Rüthi (Kt. St. Gallen), Dressurreiterin, zahlr. Medaillen b. Olymp. Spielen 1956–72, Mitgl. im Nat. Olymp. Komitee, Goldene Ehrennadel d. Landessportbundes 1957, Silberne Ehrennadel d. Olympiasieger 1957, Goldenes Band d. Ver. d. dt. Sportpresse 1972, Goldene Ehrennadel DOG, Dt. Reiterkreuz in Gold 1986, Ehrensenatorin d. Univ. Heidelberg 1986, Ehrenvors. d. Aufsichtsrats d. Mannesmann VDO AG, Piaff-Preis in memoriam Liselott Schindling-Rheinberger d. Liselott Schindling Stiftung z. Förderung d. Dressurreitsports (s. Munzinger);
    E Ann Kathrin Linsenhoff (* 1960), Tierärztin, Dressurreiterin, Medaillen b. Europa- u. Weltmeisterschaften 1987-2002, gründete 2002 d. Ann-Kathrin-Linsenhoff-UNICEF-Stiftung.

  • Leben

    S. besuchte bis zur mittleren Reife das Realgymnasium und absolvierte eine kaufmännische Lehre in der Maschinenfabrik und Eisengießerei „Breuer-Werke GmbH“ in Höchst. Nach kurzer Tätigkeit in einer Maschinenfabrik in Kaiserslautern leistete er 1907/08 als Einjährig-Freiwilliger seinen Militärdienst bei der Marine-Artillerie u. a. in der dt. Kolonie Tsingtau (China) ab. Es folgten Beschäftigungen als kaufmännischer Angestellter in Hamburg und Frankfurt/M. Am 1. Weltkrieg nahm er als Marineoffizier (zuletzt Oberlt.) teil.

    1921 gründete S. zusammen mit dem aus Bischweiler (Elsaß) gebürtigen Georg Häußler in Frankfurt/M. die „OSA Apparate GmbH“, die Meßinstrumente für die Automobilindustrie vertrieb und seit 1923 auch selbst herstellte. Seinen Erfolg verdankte das Unternehmen zahlreichen Erfindungen und Verbesserungen bestehender Patente, die häufig von S. selbst angeregt wurden, v. a. jedoch dem Umstand, daß er sich auf die Entwicklung weniger serienmäßiger, genormter Produkte konzentrierte. 1925 folgte die Umfirmierung des Unternehmens in „OTA Apparate GmbH“, die sich 1930 mit der Automobilabteilung der „Deuta-Werke vorm. Dt. Tachometer GmbH“, Berlin, zur „VDO Tachometer AG“ (Vereinigte Deuta Ota) mit Sitz in Frankfurt/M. zusammenschloß. S. gehörte als Gesellschafter dem dreiköpfigen Vorstand an. 1938 wurde das Unternehmen in eine AG umgewandelt. Auf S., der schon vorher die Gesellschaftsanteile seine Partners Häußler übernommen hatte, entfielen dabei 50% des Aktienkapitals. 1942 trennte sich die Deuta-Gruppe von ihrer Beteiligung an der VDO Tachometer AG. Alleininhaber waren nun S., seine Ehefrau und seine Tochter. Im Zuge der zunehmenden Motorisierung der Gesellschaft stieg die 1951 wieder in eine GmbH umgewandelte VDO Ende der 1950er Jahre zum größten europ. Hersteller von Meßinstrumenten für die Automobil-, Flugzeug- und Schiffsindustrie auf. 1962 beschäftigte das Unternehmen in zahlreichen Werken im In- und Ausland mehr als 5000 Menschen. Selbst Inhaber eines Gestüts, tat sich S. als Förderer des Reitsports hervor.|

  • Auszeichnungen

    Ehrensenator d. TH Darmstadt (1955); Gr. BVK (1957); Ehrenplakette d. Stadt Frankfurt/M. (1957).

  • Literatur

    Gemessene Werte, hg. v. d. VDO Tachometer Werke Adolf Schindling GmbH, Frankfurt/M., aus Anlaß d. 75. Geb.tages v. Senator A. S., 1962;
    Wir b. VDO 2, 1979, Sonderausg. z. 50j. Firmenjub.;
    Frankfurter Biogr.; |

  • Quellen

    Qu Hess. Wirtsch.archiv.

  • Autor/in

    Ulrich Eisenbach
  • Empfohlene Zitierweise

    Eisenbach, Ulrich, "Schindling, Adolf" in: Neue Deutsche Biographie 22 (2005), S. 793-794 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd13957624X.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA