• Leben

    Vertangen: Daniel V., Maler, wurde im Haag im J. 1598 geboren nd starb wahrscheinlich im J. 1657 in Amsterdam, wo er hauptsächlich thätig war. Er malte in der Art des C. Poelenburg, wußte aber die Richtung dieses Meisters nicht selbständig zu verarbeiten. Datirte Bilder von seiner Hand kennt man nicht. Von bezeichneten Bildern findet man drei in Schwerin, wo auch eine unbezeichnete „südliche Fluß- und Gebirgslandschaft mit Hirten und Vieh“ aufbewahrt wird, je zwei in den Museen zu Pest und Mannheim und je eine in den Galerien zu Dresden, Braunschweig, Hamburg, Stockholm und Glasgow. Charakteristisch erscheint das auf Kupfer gemalte Dresdener Bild, das „die Vertreibung aus dem Paradiese“ darstellt.

    • Literatur

      Vgl. H. Riegel, Beiträge zur niederländischen Kunstgeschichte. Berlin 1882. II, 188, 189. — F. Schlie, Beschreibendes Verzeichniß der Werke älterer Meister in der Großherzogl. Gemälde-Gallerie zu Schwerin. Schwerin 1882. S. 655—657. — A. Woltmann und K. Woermann, Geschichte der Malerei. Leipzig 1888. III, 566. — K. Woermann, Katalog der Kgl. Gemäldegalerie zu Dresden. Große Ausgabe. 2. Aufl. Dresden 1892. S. 406.

  • Autor/in

    H. A. Lier.
  • Empfohlene Zitierweise

    Lier, Hermann Arthur, "Vertangen, Daniel" in: Allgemeine Deutsche Biographie 39 (1895), S. 638 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd139078177.html#adbcontent

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