Lebensdaten
gestorben 1147
Beruf/Funktion
Bischof von Passau
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 13901831X | OGND | VIAF: 95616601
Namensvarianten
  • Reginbert

Orte

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Zitierweise

Reginbert, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd13901831X.html [15.08.2020].

CC0

  • Genealogie

    Aus d. Fam. d. Edlen v. Hagenau;
    V Reginbert I.;
    M Helena;
    B Hartwig, Wernher, Schw Richarda.

  • Leben

    Unter nicht bekannten Umständen, jedoch den kanonischen Vorschriften gemäß zum Bischof von Passau erhoben, wurde R., der zu diesem Zeitpunkt vermutlich noch Diakon, aber nicht Propst von St. Pölten war, von Papst Innozenz II. zum Priester und Bischof geweiht. Dies geschah möglicherweise während des 2. Laterankonzils 1139, auch wenn sich seine Anwesenheit in Rom nicht näher belegen läßt. Daß Kg. Konrad III. bei seiner Erhebung interveniert habe, erscheint plausibel, zumal R. sich in der Folgezeit häufiger am Hofe des Staufers aufhielt. Mit Unterstützung seiner Familie, insbesondere seines Bruders Hartwig, zeigte sich R. in seiner neunjährigen Amtszeit v. a. bemüht, Einfluß auf die Klöster seines Bistums zu nehmen, welche ihm nicht auf der Basis eigenkirchlicher Bindungen unterstanden. Während er im Fall der Regensburger Abtei Mondsee und des Bamberger Stiftes Aldersbach durch die Sicherung des bfl. Schutzpatronats erfolgreich war, kam es mit Gerhoch von Reichersberg (1092/93-1169), Propst eines Salzburger Eigenklosters, zu heftigen Auseinandersetzungen. Grund hierfür waren Zehntforderungen seitens des Passauer Bischofs. Da die Päpste Innozenz II. und Lucius II. diese jedoch für unzulässig erachteten, sah R. sich letztlich zur Aufgabe seiner Ansprüche genötigt. Um 1143 hatte er in seiner Residenzstadt eine Brücke über den Inn und vermutlich etwas später ein Spital mit einer dem Hl. Kreuz geweihten Kirche errichten lassen. 1147 verließ R. Passau, um am Kreuzzug teilzunehmen. Auf dem Weg ins Hl. Land weihte er in Wien eine Kirche, vermutlich St. Stephan; wenige Monate später fand er nach der Niederlage der Kreuzfahrer gegen die Seldschuken wohl auf dem Rückmarsch den Tod.

  • Literatur

    K. Schrödl, Passavia Sacra. Gesch. d. Bisthums Passau bis z. Säkularisation d. Fürstenthums Passau, 1879, S. 140-43;
    ders., Nachtrr., Erll. u. Ergg., 1888, S. 12 f.;
    L. Gross, Zur Gesch. d. Bischöfe v. Passau 1065-1172, Diss. Wien 1909, S. 100-18;
    A. Leidl, Die Bischöfe v. Passau 739-1968 in Kurz-biogrr., 21978, S. 23;
    A. Zurstraßen, Die Passauer Bischöfe d. 12. Jh., Stud. zu ihrer Klosterpol. u. zur Administration d. Bistums, 1989, S. 62-76, 103 f.;
    W. Brandmüller (Hg.), Hdb. d. bayer. KGesch., I, 1999;
    St. Haarländer, Vitae episcoporum, 2000. |

  • Quellen

    Qu Die Regg. d. Bischöfe v. Passau, I: 731-1206, bearb. v. E. Boshof, 1992, S. 181-210.

  • Autor/in

    Anton Landersdorfer
  • Empfohlene Zitierweise

    Landersdorfer, Anton, "Reginbert" in: Neue Deutsche Biographie 21 (2003), S. 265 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd13901831X.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA