Lebensdaten
gestorben Mitte 17. Jahrhundert
Beruf/Funktion
Kupferstecher ; Künstler
Konfession
keine Angabe
Normdaten
GND: 138469881 | OGND | VIAF: 87696983
Namensvarianten
  • Sompelen, Pieter van
  • Sompel, Pieter van
  • Sompelen, Pieter van
  • mehr

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Sompel, Pieter van, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd138469881.html [14.08.2022].

CC0

  • Biographie

    Sompel: Pieter van S. (auch Sompelen genannt), namhafter Kupferstecher in der Schule von Rubens, geboren in Antwerpen um 1600. P. Soutman aus Harlem, der sich zu der Zeit in Antwerpen befand, wo ihn Rubens beschäftigte, war sein Lehrer in der Kunst der Radirnadel und des Grabstichels, und S. hat in beiden Kunstarten Vorzügliches geleistet, indem er mit correcter Zeichnung auch eine treffliche Behandlung verband. Oft hat er den Stich mit der Radirnadel vereint, um eine malerische Wirkung zu erzielen und dieses Bestreben verleitete ihn sogar, die Fleischpartien zuweilen in Punktirmanier auszuführen, wodurch diese eine große Weichheit erzielten, was freilich der derben Ausdrucksweise eines Rubens nicht ganz entsprach. Natürlich befand er sich mit seiner Kunst ganz im Banne des Rubens, nach dem er mehrere ausgezeichnete Blätter ausführte. Nach diesen sind die Hauptblätter: Christus am Kreuz, Derselbe mit den Jüngern in Emaus, vom J. 1643, das einzige datirte Blatt des Meisters, ferner Ixion und Juno, Erichthonius im Korbe, den die Töchter des Cecrops öffnen und das schöne Bildnis des berühmten Arztes Paracelsus Theophrastus. Auch nach anderen Meistern hat er viele Bildnisse gestochen, so Philipp den Kühnen von Burgund nach J. van Eyck, mehrere nach A. van Dyck, wie die Infantin Isabella Clara Eugenia im Nonnengewande, den Cardinal Infanten Ferdinand, die Königin Maria Medici, den Marquis Fr. Moncada und nach G. Honthorst den Oranier Friedrich Heinrich. Auch nach seinem Lehrer P. Soutman, den er später nach Harlem begleitete, stach er mehrere Bildnisse und zwar in einer Folge von elf Blättern nebst Titelblatt die deutschen Kaiser, außerdem den Kaiser Adolf von Nassau und die Oranier Heinrich und Philipp. Alle diese Blätter werden nicht allein der Dargestellten wegen, sondern auch der künstlerischen trefflichen Ausführung halber allgemein geschätzt. Das Todesjahr des Künstlers ist unbekannt. Er bezeichnete seine Arbeiten zuweilen P. v. Somp.

    • Literatur

      s. Immerzeel. — Kramm. — Andresen-Wessely, Handbuch.

  • Autor/in

    Wessely.
  • Zitierweise

    Wessely, Joseph Eduard, "Sompel, Pieter van" in: Allgemeine Deutsche Biographie 34 (1892), S. 619 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd138469881.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA