Lebensdaten
1876 bis 1950
Geburtsort
Baden bei Wien
Sterbeort
Wien
Beruf/Funktion
Entomologe
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 13747105X | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Fahringer, Josef

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Zitierweise

Fahringer, Josef, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd13747105X.html [21.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Karl, Steuerbeamter, S des Oberleutnants Karl;
    M Franziska, T des Tapezierermeisters Jos. Schönhuber in Wiener Neustadt;
    B Karl (1874–1952), Maler, Prof. an der Ak. der bildenden Künste in Wien (s. ThB; Vollmer); ledig.

  • Leben

    Naturwissenschaftliche Studien an der Universität Wien schloß F. 1904 mit dem Dr. phil. und der Lehramtsprüfung ab und unterrichtete hierauf an Mittelschulen in Wien 1904-07, Brüx 1907-10, Brünn 1910-13 und, mit einer Frontdienstunterbrechung 1914-18 als Hauptmann an der Südfront, wieder in Wien 1913-36, seit 1928 als Direktor. Dem gewissenhaft, aber ohne innere Anteilnahme seinen Dienst Versehenden wurde schon frühzeitig das Studium der parasitischen Hymenopteren zum wahren Lebensinhalt. Material hierfür brachte er auch von verschiedenen, zum Teil in Begleitung seines Bruders Karl unternommenen Reisen heim (Bosnien-Herzegowina, Dalmatien, Italien, Türkei), später wurde ihm, der als Braconiden-Spezialist Weltruf erlangte, Material aus aller Welt zur Bearbeitung übersandt. Bis an sein Lebensende, zuletzt auch eine Zeitlang an der Bundesanstalt für alpine Landwirtschaft in Admont, dem Studium der Hymenopteren hingegeben, konnte er mit der einzigen modernen Monographie der Braconiden sein Lebenswerk zum Abschluß bringen, wenn auch nur im Manuskript. – Kleinere Arbeiten galten unter anderem der Systematik und Biologie der Erzwespen und Zwergwespen, den Wirten der Brackwespen und den Parasiten der Nonne.

  • Werke

    u. a. Opuscula braconolocica, 4 T., 1925-37, fortges. in: Ann. d. Naturhist. Mus. in Wien 56, 1948, S. 569-75 (mehr nicht erschienen; d. Ms. d. vollst. W befindet sich mit d. übrigen wiss. Nachlaß im Naturhist. Mus. in Wien);
    Züchtung v. Hymenopteren (mit F. Heikertinger), in: Hdb. d. biolog. Arbeitsmethoden, Abt. IX, T. 1, 2. Hälfte, H. 1, 1928.

  • Literatur

    A. Kurir, in: Zs. d. Wiener Entomolog. Ges. 36 (= Bd. 62), 1951, S. 75-77 (wichtigste W), u. in: Anz. f. Schädlingskde. 24, 1951, S. 109 f.;
    E. Schimitschek, in: Zs. f. angew. Entomol. 32, 1951, S. 609 f. (P);
    S. Novicky, in: Entomolog. Nachr.bl. österr. u. Schweizer Entomologen 4, 1952, S. 47 f. (P; d. im Text zitierte W-Verz. wurde nicht gedr.);
    H. Strouhal, in: Ann. d. Naturhist. Mus. in Wien 60, 1954/55, S. 7 f.;
    ÖBL.

  • Portraits

    Gipsbüste v. Hartl (Wien, Hymenopterolog. Abt. d. Naturhist. Mus.).

  • Autor/in

    Helmut Dolezal
  • Empfohlene Zitierweise

    Dolezal, Helmut, "Fahringer, Josef" in: Neue Deutsche Biographie 4 (1959), S. 747 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd13747105X.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA