Lebensdaten
1827 bis 1882
Geburtsort
Eutin (Oldenburg)
Sterbeort
Wien
Beruf/Funktion
Eisenbahntechniker
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 135905451 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Hellwag, Konrad Wilhelm

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Zitierweise

Hellwag, Konrad Wilhelm, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd135905451.html [18.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Ernst Ludwig (1790–1862), Oberregierungsrat, Leiter d. Unterrichtswesens u. stellv. Präs. d. Regierung zu Eutin, S d. Christoph Frdr. (1754–1835), Dr. theol., phil. et med., Leibarzt, Naturforscher (s. ADB XI), u. d. Sus. Sophie Henr. von Halem;
    M Marie Amalie Anna (1798–1833), T d. Ludw. Conr. Leop. Wibel (1768–1831 [?]), oldenburg. Regierungsdir. in Birkenfeld, u. d. Louise Frieder. v. Mecklenburg;
    Eutin 1862 Margarete (1834–90), T d. Gustav Kindt (1805–71), oldenburg. Staatsrat, Geh. Oberregierungsrat u. Präs. d. Regierung im Fürstentum Lübeck, u. d. Ida Delphine Wibel;
    S Rudolf (1867–1942), Maler (s. ThB; Rhdb., P), Fritz (1871–1950), Redakteur u. Kunstschriftsteller in Berlin.

  • Leben

    Nach dem Besuch des Gymnasiums in Eutin nahm H. 1848 zusammen mit Kieler Studenten in der Bundesarmee an dem Krieg gegen Dänemark teil. Während eines Waffenstillstandes begann er in Kiel Mathematik und Naturwissenschaften zu studieren, nahm aber 1849 erneut an dem Feldzuge teil. Nach einem Lehrgang in der Mineur- und Sappeuroffiziersanwärterschule wurde ihm der Bau von Befestigungsanlagen übertragen. 1851-53 studierte H. Bauwesen an der polytechnischen Schule in München. 1853 erhielt er eine Stellung an der Schweiz. Zentralbahn, deren Leiter damals C. von Etzel war. Als dieser 1857 nach Wien berufen wurde, um den|Bau der Franz-Josefs-Orientbahn zu leiten, nahm er H. mit sich, um ihm zunächst den Bau der ungarisch Strecke zu übertragen. 1859 setzte er ihn zu Umbauten der Strecke Wien-Triest und seit 1861 beim Bau der Brennerbahn ein. Nach deren Fertigstellung 1867 wurde H. damit beauftragt, die Strecke der Nordwestbahn zu trassieren und die Geleise zu legen. Nach der Konzessionierung 1868 wurde er zum Baudirektor der Nordwestbahn ernannt. Dank seiner erfolgreichen Tätigkeit bei der Nordwestbahn wurde er 1875 bauleitender Oberingenieur der Gotthardbahn als Nachfolger R. Gerwigs, der sich mit der Bahnverwaltung überworfen hatte. Die neue, schwierige Aufgabe spornte H. dazu an, ein neues Detailprojekt zu entwerfen, wenngleich es wegen der vermehrten Kosten, die daraus zu erwachsen drohten, nicht die Zustimmung der Bauleitung erhielt, so daß H. 1878 seinen Vertrag mit der Bahn löste und einen Prozeß gegen sie gewann. Später griff man allerdings wieder weitgehend auf seine Pläne zurück, nach denen dann die Strecke gebaut wurde. In Wien war H. bis zu seinem Tode als Bauunternehmer tätig.

  • Werke

    Eisenbahnbaunormalien f. d. Österr. Nordwestbahn aus d. J. 1868–75, 1876;
    Die Bahnachse u. d. Längenprofil d. Gotthardtbahn nebst approximativen Kostenvoranschlag u. d. Ursache d. Überschreitung d. Kostenvoranschlages d. tessin. Bahnen, 1876;
    Techn. u. finanzielle Vorbedingungen z. Rekonstruktion d. Gotthardtbahn, 1878;
    Die Gotthardbahn, Mein Konflikt mit d. Verwaltung, 1882.

  • Literatur

    Gesch. d. Eisenbahnen d. Österr.-ungar. Monarchie I, 2, 1888, S. 56 (P);
    E. Mathys, Männer d. Schiene, 1947 (P);
    ÖBL.

  • Autor/in

    Viktor Schützenhofer
  • Empfohlene Zitierweise

    Schützenhofer, Viktor, "Hellwag, Konrad Wilhelm" in: Neue Deutsche Biographie 8 (1969), S. 488 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd135905451.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA