Lebensdaten
um 1630 bis nach 1693
Geburtsort
Wesel (?)
Beruf/Funktion
brandenburgischer Beamter ; Diplomat
Konfession
reformiert
Normdaten
GND: 135547261 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • de Beyer, Johann
  • Beyer, Johann de
  • de Beyer, Johann

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Beyer, Johann de, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd135547261.html [22.11.2019].

CC0

  • Genealogie

    Aus einer der angesehensten Weseler Ratsfamilien;
    V Dr. Arnoldus Beyer;
    M Maria von Holt;
    August 1659 Anna de Lavaquerie, verwitwete de Bourghelli genannt Semerpont.

  • Leben

    B. studierte seit Juli 1648 in Harderwyk, seit September 1654 in Straßburg. Seit 1659 kurfürstlicher Rat und Richter der Stadt Wesel, verdankte er seinen glänzenden Aufstieg dem Oberpräsidenten des Geheimen Rats, Otto von Schwerin, der in dem fortschrittlich gesinnten und vortrefflich durchgebildeten Juristen eine wertvolle Stütze der kurfürstlichen Autorität am Niederrhein erblickte. 1663 erfolgte seine Ernennung zum klevischen Hofgerichts- und Justizrat. Als solcher gründete B. am 20.8.1663 die „Union der Vertrauensmänner“, die ihre vornehmste Aufgabe in der Verteidigung der landesherrlichen Rechte gegenüber den partikularistischen Bestrebungen der Stände sah. Auch als Diplomat zeigte B. Umsicht und Geschick, insbesondere 1666 gelegentlich der Bremischen Traktate zur Schlichtung der bremisch-schwedischen Streitigkeiten und bald darauf (1667/68) als brandenburgischer Bevollmächtigter bei der Kölner Konferenz der Rheinbundmitglieder, wo anläßlich des französischen Einfalls in die spanischen Niederlande Abwehrmaßnahmen zur Sicherheit des Reiches zu beraten waren. 1675 wurde B. klevischer Geheimer Regierungsrat und 1685 Vizekanzler. Da er 1693 zum letztenmal in den Listen erscheint, wird er bald darauf verstorben sein.

  • Quellen

    Qu.: O. Meinardus, Protokolle u. Relationen d. Brandenburg. Geh. Rats VI, 1917, S. 806; Akten d. Preuß. Geh. Staatsarchivs u. d. Staatsarchivs Düsseldorf.

  • Autor/in

    Hans Saring
  • Empfohlene Zitierweise

    Saring, Hans, "Beyer, Johann de" in: Neue Deutsche Biographie 2 (1955), S. 205 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd135547261.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA