Lebensdaten
1403 bis 1473
Geburtsort
Köln
Sterbeort
Köln
Beruf/Funktion
Kartäuserprior ; Jurist
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 119622343 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Henricus Brunonis
  • Henricus de Piro
  • Henricus Pyro
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Zitierweise

Birnbaum, Heinrich von dem, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd119622343.html [16.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    Aus der Kölner Patrizierfamilie von Birnbaum;
    Ov Heinrich ( 1439), Propst zu St. Kunibert in Köln, Prokurator des Konstanzer Konzils und Kanonikus in Lüttich (Birnbaum oft mit ihm verwechselt).

  • Leben

    Nach juristischen Studien in Köln und Promotion zum Dr. jur. utr. wirkte B. als Professor der Rechtswissenschaft an den Universitäten Köln und Löwen, wurde hier 1429 Rektor, 1432 Scholasticus in Lüttich, dann Offizial des Dompropstes in Köln, wo er am 14.3.1435 in den Kartäuserorden eintrat. Als Vikar zu St. Barbara in Köln und Prior der Kartäuserklöster in Tournai (1438), Wesel (1449), Rethel (1457), Trier (1459), Diest (1461) und Lüttich (1463) hat sich B. rastlos und erfolgreich um die Erneuerung seines Ordens im Geiste der alten Statuten bemüht. Er starb als einfacher Mönch. Seine theologischen Schriften, paränetisch-asketischen Inhalts, behandeln mit Vorliebe die Klosterregel. Gedruckt ist nur sein Institutionen-Kommentar.

  • Werke

    In Institutiones Commentarius, Köln 1482, Löwen 1485-88 (die verschiedenen Ausg. mit wechselndem Titel u. Druckort s. b. L. Hain, Repertorium bibliographicum I, 1826, Neudr. 1903, Nr. 4014-16, u. W. A. Copinger. Suppl. to Hain's Rep. bibliogr. I, London 1895, Nr. 4015, II/1, 1898, Nr. 1356).

  • Literatur

    ADB II (W), XI;
    U. Chevalier, Repertoire des sources hist. du moyenâge I, Nouv. éd., Montbéliard 1905, Sp. 2095;
    Ch. Schneider, Die Kölner Kartause v. ihrer Gründung b. z. Ausgang d. MA, = Veröff. d. Hist. Mus. d. Stadt Köln, H. 2, 1932, S. 48, 56, 92;
    Wetzer-Welte II (W);
    LThK.

  • Autor/in

    Helmut Bahlow
  • Empfohlene Zitierweise

    Bahlow, Helmut, "Birnbaum, Heinrich von dem" in: Neue Deutsche Biographie 2 (1955), S. 259 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd119622343.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA

  • Leben

    Birnbaum: Heinrich von dem B., genannt Henricus de Pyro, geb. in Köln, Ende des 14. Jahrhunderts, an dortiger Universität zum Doctor Legum promovirt und Professor. 1425 Professor in Löwen, wo er über Institutionen und Pandecten las. 1429 Rector. 1432 Scholaster und Canonicus von St. Paul in Lüttich, dann Official des Domprobstes in Köln, tritt 1434 in den Karthäuser-Orden zu Trier, wird 1447 Prior in Wesel, dann in Trier; geht nach Köln, wo er am 19. Febr. 1473 stirbt. Schriften: „Commentarius Institutionum,“ drei Ausgaben s. l. et a. fol. „Quaestiones III de emtione redituum.“ „Consilia.“ Schriften geistlichen Inhalts und über Ordens-Angelegenheiten nur handschriftlich erhalten. — Val. Andreas, Fasti acad. studii Lovaniensis. Paquot, Mémoires. Ed. 1. Vol. II. Stintzing, Geschichte der populären Litteratur, S. 53. Nicht zu verwechseln ist mit ihm sein Oheim gleichen Namens Lic. jur. can., 1407—1413 Probst zu St. Cunibert in Köln, von 1415—1417 als Procurator auf dem Constanzer Concil, dann Scholaster und Canonicus zu St. Paul in Lüttich, eine Stelle, welche nach seinem Rücktritt sein Neffe übernahm. — Paquot, Mémoires. Vol. II. p. 139.

  • Autor/in

    Stintzing.
  • Empfohlene Zitierweise

    Stintzing, Roderich von, "Birnbaum, Heinrich von dem" in: Allgemeine Deutsche Biographie 2 (1875), S. 664 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd119622343.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA