Lebensdaten
1889 bis 1974
Geburtsort
Spremberg (Niederlausitz)
Sterbeort
Mendoza (Argentinien)
Beruf/Funktion
Romanist
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 118778072 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Krueger, Fritz
  • Krüger, Fritz
  • Krueger, Fritz
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Quellen(nachweise)

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Zitierweise

Krüger, Fritz, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd118778072.html [13.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Friedrich Wilhelm, Textilfabr.;
    M Anna Marie Martha Koßack.

  • Leben

    K. promovierte 1911 in Gießen mit einer Dissertation über Sprachgeographische Untersuchungen in Languedoc und Roussillon, habilitierte sich 1919 in Hamburg, wurde 1924 ao. Professor und war 1927-45 Ordinarius in Hamburg. Er verließ Deutschland nach 1945, wurde Professor an der Univ. Nacional de Cuyo, Mendoza (Argentinien) und Direktor des dortigen Instituto de Lingüística, das unter seiner Leitung zu einem der bedeutendsten Zentren der roman. Philologie in Südamerika wurde. K. war 1926-45 Mitherausgeber der Zeitschrift „Volkstum und Kultur der Romanen“, seit 1950 der „Anales del Instituto de Lingüística de la Univ. de Cuyo“ (1963). – Er begann seine Laufbahn als Sprachgeograph, wobei er sich besonders mit der volkstümlichen Sachkultur beschäftigte und die Erforschung des Brauchtums einbezog. Seine ersten Arbeiten galten dem katalan. Südwest-Frankreich. Dann wandte er sein Interesse vornehmlich der iber. Halbinsel, dem Spanischen und Portugiesischen zu. Er erforschte besonders die Mundarten Nordwest-Spaniens, die Gegenstandskultur Sanabrias, das ländliche Leben der Hochpyrenäen, später Volkssprache und Gebräuche seiner neuen argentin. Heimat. Wichtige Hilfsmittel zum Studium des Spanischen und Portugiesischen lieferte er mit seiner „Blütenlese der älteren span. Literatur“ (1926, mit E. Werner), mit der Übersetzung und Bearbeitung der span. Aussprachelehre von T. Navarro Tomás (Hdb. d. span. Aussprache, 1923), und seiner „Einführung in das Neuspanische“ (1924) sowie der Neubearbeitung der portugies. Konversationsgrammatik von L. Ey (1939).|

  • Auszeichnungen

    Dr. phil. h. c. d. Univ. u. Mitgl. d. Real. Ac. Española in Madrid.

  • Werke

    Weitere W Stud. z. Lautgesch. westspan. Mundarten, 1913;
    Die Gegenstandskultur Sanabrias u. s. Nachbargebiete, 1925;
    Die Hochpyrenäen, 6 Bde., 1936-39;
    El léxico rural del Noroeste ibérico, 1947;
    Las brañas, 1949;
    Géogr. des traditions populaires en France, 1950;
    Problemas etimológicos 'car-' y 'corr-'en los dialectos peninsulares, 1956;
    El argentinismo 'es de lindo', 1960;
    El mobilario popular en los países románicos, 3 Bde., 1959-63. -
    Hrsg.: Tuubners span. u. hispanoamerikan. Stud.-R., 1924;
    Hamburger Stud. z. Volkstum u. Kultur d. Romanen, 37 Bde., 1930-45.

  • Literatur

    Bibliogr. in: Festschr. Homenaje a F. K., 2 Bde., 1952/54;
    G. Moldenhauer, F. K., Notice biographique et bibliographique, 1959;
    Kürschner, Gel.-Kal. 1970.

  • Autor/in

    W. Theodor Elwert
  • Empfohlene Zitierweise

    Elwert, W. Theodor, "Krüger, Fritz" in: Neue Deutsche Biographie 13 (1982), S. 103 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd118778072.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA