Lebensdaten
1896 bis 1954
Geburtsort
Prag
Sterbeort
Wien
Beruf/Funktion
Schauspielerin
Konfession
keine Angabe
Normdaten
GND: 118688421 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Eis, Maria Theresia
  • Eis, Maria Thereisa
  • eis, maria teresia

Quellen(nachweise)

Orte

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Zitierweise

Eis, Maria Theresia, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd118688421.html [22.09.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Blasius, Kaffeehausbesitzer in Prag;
    M Maria Lötsch, Wirtstochter;
    1) 1919 ( 1921) Alfred Felgel v. Farnholz, 2) 1922 ( 1936) Theophil Goetz, 3) 1936 ( 1946) Robert Fanta;
    S aus 3) Karl-Heinz, vielbeachtetes Theaterkind im Burgtheater.

  • Leben

    E. vollendete ihre bei dem Prager Oberregisseur Maximilian Wolf begonnenen Studien 1916-17 an der Wiener Akademie für Musik und Darstellende Kunst; gleichzeitig war sie im Büro des Burgtheaters tätig, wie vorher in Prag bei Presse und Bank. Direktor Geyer bot ihr einen 5jährigen Vertrag für die Neue Wiener Bühne an (1919-24); bei ihm spielte sie hauptsächlich Dramatiker des Expressionismus, unter anderem Ferdinand Brückner und Georg Kaiser. Nach Auftritten neben berühmten Gästen wie Elisabeth Bergner und Alexander Moissi erregte sie in Strindbergs „Totentanz“ das Interesse Paul Wegeners, der sie für seine ausgedehnten Strindberg- und Wedekind-Tourneen durch Deutschland und Holland verpflichtete. 1924 an das Deutsche Theater in Berlin berufen, geriet sie mitten in die dortige Theaterkrise und zog deshalb 1926 ein gesichertes Engagement am Hamburger Thaliatheater unter Hermann Röbbeling|vor, der sie von Schillers Amalia bis zu Wedekinds Franziska alles spielen ließ. Anton Wildgans sah sie in Hamburg als Iphigenie und verpflichtete sie daraufhin 1932 ans Wiener Burgtheater. – Immer hielt sie das Publikum in atemloser Spannung, mochte sie Elisabeth von England, Iphigenie oder Martha Schwerdtlein sein. Glänzende und geistreiche Wiedergabe des Dialogs verband sich in ihr mit glühender Leidenschaft; ihre anfänglich hart klingende Aussprache näherte sich von Jahr zu Jahr klassischen Vorbildern. So wurde sie gleichzeitig erste Heldin, erste Salondame und erste Charakterdarstellerin des Burgtheaters. Paris jubelte 1937 ihrer Eva (Madách's Tragödie des Menschen) und Berlin, wo sie 1938-43 am Schillertheater ständiger Gast war, 1943 ihrer Donna Isabella (Braut von Messina) zu. In ihrer letzten Rolle, der großen Schauspielerin in J. Anouilh's „Colombe“, erreichte sie wohl den Höhepunkt ihrer reifen Kunst. – 1946 Kammerschauspielerin.

  • Literatur

    O. M. Fontana, Wiener Schauspieler. Von Mitterwurzer bis M. E., 1946;
    H. Rohner, M. E., Diss. Wien 1948 (ungedr.).

  • Portraits

    Lith. v. W. Hafenrichter in: Burgtheater, 1935.

  • Autor/in

    Gertrud Doublier
  • Empfohlene Zitierweise

    Doublier, Gertrud, "Eis, Maria Theresia" in: Neue Deutsche Biographie 4 (1959), S. 408 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd118688421.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA