Lebensdaten
1871 bis 1944
Geburtsort
Groß-Gerau
Beruf/Funktion
evangelischer Theologe ; Kirchenhistoriker
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 118671855 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Diehl, Georg Wilhelm
  • Diehl, Wilhelm
  • Diehl, Georg Wilhelm
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Zitierweise

Diehl, Wilhelm, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd118671855.html [16.07.2020].

CC0

  • Genealogie

    V Joh. Balth. (1837–1924), Gutsbesitzer in Groß-Gerau, S des Johannes (1804–45), Zimmermann in Groß-Gerau, u. der Landwirts-T Anna Christina Lämmermann aus Groß-Gerau.;
    M Marg. Elis. (1838–1920), T des Maurermeisters Joh. Heinr. Knoche (1806–41) in Groß-Gerau u. der Barbara Elis. Diehl (1811–43);
    1899 Elise (1859–1944), Wwe des Postrats Winkelmann, T des Brauereibesitzers Herm. Tesch in Kreuznach u. der Maria Bechtold; kinderlos.

  • Leben

    D. studierte Theologie in Tübingen und Gießen, promovierte hier zum Licentiat theol. und 1895 zum Dr. phil. Anschließend wirkte er in Hessen-Darmstadt als Seelsorger, wie auch als Lehrer an Schulen. Seit 1913 war er Professor am Predigerseminar Friedberg (Hessen) und seit 1932 ordentlicher Honorarprofessor für Kirchengeschichte an der Universität Gießen. Daneben war D. 1920-23 Präsident des Landeskirchentages in Hessen. 1923-33 bekleidete er als Prälat das höchste Amt der Evangelischen Landeskirche in Hessen. 1919-27 war er außerdem Abgeordneter der Deutschnationalen Volkspartei im hessischen Landtag. Kirchenpolitisch gehörte D. zur „Friedberger Konferenz hessischer Geistlicher“, der theologischen Mitte. Die Verfassung der Evangelischen Landeskirche in Hessen von 1922 ist entscheidend von ihm mitgestaltet worden.

    Die Geschichtsforschung über die Landgrafschaft Hessen-Darmstadt in der ersten Hälfte unseres Jahrhunderts ist an seinen Namen gebunden. Breitenwirkung erzielte D. vor allem durch die Herausgabe der „Hessischen Volksbücher“ (100 Bände, 1908-38) und der „Hessischen Chronik“ (29 Jahrgänge, 1912-42). Sein Hauptwerk, die „Hassia sacra“, umfaßt 12 Bände, von denen der letzte, nach D.s Tod, von O. Praetorius gestaltet wurde. Ein Einleitungsband (II, 1925) bringt „Beiträge zur Geschichte der Kirchenleitung, des geistlichen Standes und der Schulmeisterschaft in der Landgrafschaft Hessen-Darmstadt“. Die 1. Reihe (I, 1921, III, 1928, IV, 1930, VII, 1933) enthält die „Pfarrer- und Schulmeisterbücher“, die II. Reihe (V,|1931, VI, 1932, VIII, 1935) die „Baubücher“ und die III. Reihe (IX, 1939, X, 1940, XI, 1941, XII, 1951) die „Lehrerbücher“.|

  • Auszeichnungen

    D. theol. und Dr. iur. h. c. (Gießen).

  • Werke

    Weitere W u. a. Zur Gesch. d. Konfirmation, 1897;
    Zur Gesch. d. Gottesdienstes u. d. gottesdienstl. Handlungen, 1899;
    Der gefangene Pfarrer, 1910, 31926 (einziger Roman); W-Verz.
    K. Esselborn, W. D., Verz. s. Bücher u. sonstigen Veröff., 1931;
    s. a. Schottenloher VI.

  • Literatur

    K. Esselborn, W. D.s Leben u. Wirken, = Hess. Hausbücherei VIII, 1931;
    ders., Hundert J. hist. Ver. f. Hessen, 1934, S. 77 ff.;
    Festgabe z. 60. Geb. v. W. D., Ich dien, 1931;
    Festgabe z. 70. Geb. v. W. D., = Btrr. z. hess. KG XII, 1941;
    H. Bräuning-Oktavio, in: Hess. Chronik 2, 1931, S. 111 ff.;
    H. v. d. Au, Dem Hrsg. zum 10.1.1941, ebd. 28, 1941, S. 1 ff.;
    ders., in: Hess. Volksbücher, NR I, 1950, 21951;
    H. Steitz, Ein halbes Jh. kirchengesch. F in Hessen, in: Jb. d. kirchengesch. Vereinigung in Hessen u. Nassau 1, 1949, S. 8 ff.; Nachrufe:
    H. Bräuning-Oktavio, in: Heimatbl. f. Stadt u. Kreis Lauterbach, 16. Jg., 1951, S. 68 ff.;
    L. Clemm, in: Hess. Jb. f. Landesgesch. 1, 1950, S. 246 f.;
    Bell, in: Pfarramtskal., 4. Jg., 1954, S. 8 ff.;
    F. Knöpp, W. D. 1871-1944, Ein Btr. z. Gesch. d. hess. Gesch.-F, in: Arch. f. hess. Gesch. 24, 1951, S. 72 ff.;
    Rhdb. (P); Zur Genealogie:
    W. Diehl, Aus unserer Fam.-Chronik, 1911;
    R. Schäfer, Die Ahnentafel d. … W. D., in: Genealogie u. Heraldik, 3. Jg., 1951, S. 133 ff. - Qu.:
    Nachlaß im Hess. Staatsarchiv Darmstadt.

  • Autor/in

    Heinrich Steitz
  • Empfohlene Zitierweise

    Steitz, Heinrich, "Diehl, Wilhelm" in: Neue Deutsche Biographie 3 (1957), S. 643 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd118671855.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA